Kirchengemeinde St. Jürgen : Offene Ohren für Sorgen und Nöte

Ein Abschied, der schwerfällt: Dorothea Heiland im Kreis ihrer Senioren. Foto: Haller
Ein Abschied, der schwerfällt: Dorothea Heiland im Kreis ihrer Senioren. Foto: Haller

Pastorin Dorothea Heiland verabschiedet sich zum Monatsende von der Kirchengemeinde. Donnerstag letzter Gottesdienst.

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28. März 2013, 08:26 Uhr

Rendsburg | Sie wird ihrer Gemeinde als Pastorin in Erinnerung bleiben, die auf dem Weg durch den Stadtteil auch schon einmal für ein Gespräch über den Zaun vom Fahrrad stieg: Dorothea Heiland tritt zum Ende des Monats in den Ruhestand. Heute (17 Uhr) hält sie ihren letzten Gottesdienst in der "Winterkirche" von St. Jürgen.

Ihren Dienst hatte die 1948 in Bad Homburg Geborene 1998 nach je acht Jahren als Seelsorgerin in Fockbek und Nübbel sowie einer Tätigkeit beim kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt angetreten. Die Pastoren Klaus Barg und Rainer Ihrens hatten sich für Mastbrook eine Kollegin mit sozialem Engagement gewünscht - und mit Dorothea Heiland auch bekommen.

Sie sei bemüht gewesen, stets präsent und ansprechbar für Menschen in sozialen Notlagen zu sein, sagt die Pastorin im Rückblick auf die zurückliegenden 15 Jahre. Stark gemacht hat sie sich in dieser Zeit für die regionale und ökumenische Zusammenarbeit der Gemeinden und den Kanzeltausch, eingeführt wurden von ihr die "Mitten-in-der-Woche-Gottesdienste" zu Themen wie Soldaten in Afghanistan und Hartz IV. Stolz ist Dorothea Heiland darauf, den Kirchkaffee nach den Gottesdiensten mit der Möglichkeit der Unterhaltung bei Tee oder Saft angeregt zu haben. Ihre "Erfindung" ist auch die Gruppe der mobilen und aufnahmefähigen "jüngeren Senioren". Mit dem Zusammenziehen der Seniorenbetreuung im Gemeindehaus Mastbrook ist es ihr außerdem gelungen, auch die älteren Rotenhöfer endlich den Weg hierher finden zu lassen.

Im Rentenalter will die scheidende Pastorin weiter im Weltladen mitarbeiten. Ansonsten freut sie sich auf den neuen Lebensabschnitt, in dem sie lesen und den Freundeskreis pflegen, das VHS-Programm durchstöbern und mit Freuden Oma ihrer sechs Enkel sein möchte. Die offizielle Verabschiedung findet in einem Gottesdienst am 7. April mit anschließendem Empfang im Gemeindehaus statt.

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