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Strassenausbau : Oeverseestraße: Ausbau wird für Anwohner teuer

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Lange Diskussion in der ersten Sitzung des Bauausschusses nach der Sommerpause: Thema war der Ausbau der Oeverseestraße, der für die Anwohner erhebliche Kosten bedeutet.

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erstellt am 28.Aug.2014 | 06:00 Uhr

Lange Diskussion in der ersten Sitzung des Bauausschusses nach der Sommerpause: Thema war der Ausbau der Oeverseestraße, der für die Anwohner erhebliche Kosten bedeutet. Anwohner Aike Dopp regte die Prüfung eines neuen Bezahlsystems an. Dessen Einführung könnte Auswirkungen für die gesamte Stadt haben.

Die Kanalisation unter der Oeverseestraße ist über 70 Jahre alt und muss erneuert werden. 85 Prozent der Gesamtsumme, müssen die Anwohner tragen. Die übrigen 15 Prozent, 700 000 Euro, zahlt die Stadt. Gegen die Erneuerung an sich haben die Anwohner nichts – allerdings gegen das Vorgehen der Verwaltung. Oeversee-Anliegerin Sabine Haß sieht die Wünsche der Betroffenen, die bei einer Bürgeranhörung vorgetragen wurden, bei den Planungen der Verwaltung nicht berücksichtigt. Themen dabei waren der Schutz von 52 Kugelahornbäumen sowie die Wahl des Fahrbahnbelags. „Die Arbeiten müssen gemacht werden, aber die Kosten sind zu hoch. Viele wissen nicht, wie sie es bezahlen sollen“, erläuterte die Anwohnerin.

Aike Dopp hat Berechnungen dazu gemacht. Die Anliegerbeiträge sollen bei 18,40 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche liegen. Dies bedeute für viele Hauseigentümer Kosten von mehr als 20 000 Euro.

Um diese Kosten zu verteilen, hat Dopp einen Vorschlag: Die Stadt soll prüfen, ob es möglich ist, die Summe durch jährlich wiederkehrende Beiträge zu bezahlen. Wie beim Wohngeld für Wohnungen würde so regelmäßig Geld für notwendige Arbeiten angespart. Sollte diese Möglichkeit bestehen, wäre sie eine Alternative für weitere Bürger, deren Straße ausgebaut werden soll.

Der Bauausschuss beauftragte Bauamtsleiter Frank Thomsen damit, die Umsetzung von wiederkehrenden Beiträgen für die Oeverseestraße bis zur nächsten Sitzung zu prüfen. Er hatte vorher bereits angekündigt, die Vor- und Nachteile dieser Beiträge in der nächsten Sitzung vorstellen zu wollen. Er stellte jedoch klar: Wenn für alle Rendsburger Grundstücke, rund 10 000, die Möglichkeit ausgelotet werden soll, bräuchte die Verwaltung vier Jahre.

Das war nicht der einzige Arbeitsauftrag für die Verwaltung: Da den Ausschussmitgliedern die Kosten für die Anwohner hoch erschienen, soll der Fachbereich Bau eine Gegenüberstellung der Straßenausbaukosten pro Quadratmeter erstellen. Die bisher vorgestellten Summen sind auf Basis der bereinigten Grundstücksfläche errechnet worden, die einen Vergleich mit den Kosten anderer Straßen unmöglich macht. Aufgrund der vielen offenen Fragen wurde das Thema auf die nächste Sitzung am 23. September vertagt.

Die Eisenbahnviadukte in der Schleife waren ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung. Drei der Bauwerke müssen erneuert werden. Da dies aber nicht vor 2018 geschieht, müssen Vorkehrungen für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer getroffen werden (wir berichteten). Die denkmalgeschützten Viadukte sind in so einem schlechten Zustand, dass Steine herabfallen könnten. Um dies zu verhindern, plant die Bahn 25 Meter lange Tunnel unter den Viadukten. Wie genau das aussehen soll, stellten Kai Thode von der DB Netz AG und Ingenieurin Susanne Danneberg vor.

Bei der Nobiskrüger Allee ist ein Tunnel mit einer Trennung von Rad- und Fußgängern geplant. In der Augustenburger Straße hingegen ist beidseitig ein Fuß- und Radweg vorgesehen. Der Verkehr soll auf 30 Stundenkilometer reduziert und durch Verkehrszeichen geregelt werden. Diskussionsbedarf gab es bei der Aalborgstraße. Dort schlugen die Experten vor, den Verkehr einspurig zu führen und durch eine Ampel zu regeln. Das lehnten die Ausschuss-Mitglieder ab. Sie verwiesen auf die Wichtigkeit der Straße und forderten eine neue Planung mit zwei Spuren. Diese müssen für zwei Lastwagen gleichzeitig passierbar sein. „Der Zugangsverkehr für das Gewerbegebiet, die Wohngebiete und die Werft sind extrem wichtig“, sagte Ausschussvorsitzender Marc-Olaf Begemann . Die Bahn kündigte an, die Änderungswünsche bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen und erneut im Ausschuss vorstellen zu wollen.

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