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Bredenbek : Öffentliche Kunst aus der Sprühdose

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bredenbek und Bovenau gaben die Verschönerung der Mauer mit Graffiti in Auftrag. Gezeigt werden Motive aus beiden Gemeinden.

shz.de von
erstellt am 24.Aug.2015 | 06:00 Uhr

Knapp 230 Sprühdosen, etwa 50 verschiedene Farben, 115 Meter Betonwand und zwei junge Männer: Aus dieser Mischung entsteht derzeit am Bredenbeker Bahnhaltepunkt ein Kunstwerk der besonderen Art. Tobias Britz und Bastian Kranzusch verschönern dort die Wand unterhalb des Bahnsteigs mit einem Graffiti-Werk. „Die Motive befinden sich alle rund um Bredenbek und Bovenau“, erzählt Bastian Kranzusch und ergänzt: „An der Wand sind die Häuser allerdings nicht nach Orten getrennt, sondern durcheinander gemischt.“ Außerdem zieren zwei Schriftzüge die niedrige Fläche: Bredenbek und Bovenau. Die Gemeinden teilen sich die Kosten für das Kunstwerk, die Bauausschüsse der beiden Orte haben bei diesem Projekt eng zusammengearbeitet. „Die Initiative dazu kam aus Bredenbek“, berichtet dessen Bürgermeister Dr. Bartelt Brouer. Vor einigen Jahren seien auf diese Art bereits Schaltkästen und Bushaltestellen verschönert worden.

Bevor Kranzusch und Britz loslegen konnten, musste die Mauer grundiert werden. Bis die Wand in voller Pracht erstrahlt, rechnen die beiden mit insgesamt sechs Arbeitstagen. „Das ist der Vorteil von Graffitis: Die Farbe ist schnell aufgetragen und trocknet zügig“, erklärt Bastian Kranzusch.

Er und Tobias Britz sind beide in Bredenbek aufgewachsen und beschäftigen sich seit mittlerweile 16 Jahren mit Graffitis. Dass ihre aktuelle Auftragsarbeit dennoch eine Herausforderung ist, liegt daran, dass die Mauer, die die beiden verschönern, nicht sonderlich hoch ist. „Sie ist lang und niedrig. Auf die Dauer ist es sehr anstrengend, die ganze Zeit zu knien“, berichtet Tobias Britz. „Eine so lange Wand haben wir noch nie bearbeitet, deshalb ist das schon eine kleine Herausforderung für uns.“

Dass das Kunstwerk künftig nicht von Schmierereien verschandelt wird, ist recht wahrscheinlich: Unter Sprayern gibt es einen Kodex, der das Übersprühen verbietet. An den Bushaltestellen und Schaltkästen hat es bisher funktioniert.

Wer ebenfalls eine Fläche verschönern lassen möchte, erreicht Bastian Kranzusch per E-Mail an b.kranzusch@gmx.net.

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