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Grundstücke am Wasser : Obereider: Diesmal muss es klappen

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nach zwei vergeblichen Versuchen, Investoren für den Obereiderhafen zu gewinnen, läuft die dritte Ausschreibung. Interessenten für einzelne Grundstücke sollen vorhanden sein.

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erstellt am 17.Okt.2013 | 18:12 Uhr

Diesmal muss es klappen. Noch zwei Wochen, dann endet die Bewerbungsfrist für Investoren, die Interesse an einem Grundstück am Obereiderhafen haben. Es ist inzwischen die dritte Ausschreibung. Die ersten beiden Versuche, Geschäftsleute zu finden, die Rendsburgs Filetstück am Wasser zum Leben erwecken wollen, waren gescheitert.

Im Rendsburger Rathaus ist die Verwaltung nicht im Detail über den aktuellen Stand der Dinge informiert. Der Grund: Die Werbung für das Projekt und auch die Interessenbekundungen laufen über das Lübecker Unternehmen Cima, das unter anderem am Rendsburger Stadtmarketingprozess mitgearbeitet und sich nun im Auftrag der Stadt um den Obereiderhafen kümmert. „Nach meiner Kenntnis hat es schon einigen Rücklauf gegeben“, erklärte Günter Dahl, der im Rendsburger Rathaus für den Bereich Stadtentwicklung arbeitet. Zu Details über die Anzahl der Bewerber, den Umfang der gewünschten Flächen und die Art der geplanten Bebauung konnte und wollte sich Dahl mit Hinweis auf das noch laufende Verfahren nicht äußern. Weitere Bewerber haben noch bis Ende Oktober Zeit, ihre Wünsche zu äußern. Danach werden alle Zuschriften der Stadtverwaltung zur Bewertung vorgelegt. Wer in die engere Wahl kommt, muss anschließend genau darstellen, was er vorhat: Entwürfe sind einzureichen, die Finanzierung darzulegen und auch ein Zeitrahmen für die Realisierung ist gefordert. Nach einer Prüfung der Unterlagen und der Pläne erarbeitet die Verwaltung Empfehlungen – über die Vergabe der Grundstücke entscheidet aber letztlich die Ratsversammlung in der ersten April-Woche 2014.

Was dann übrig bleibt und ob letztlich das Ziel der Stadt verwirklicht werden kann, das Hafenquartier Obereider zu einem überregional beliebten Anziehungspunkt zu machen, der eine positive Ausstrahlung auf ganz Rendsburg hat, ist ungewiss.

In der zweiten Ausschreibung hatte sich nur ein Konsortium beworben, das den Zuschlag für das gesamte Gelände bekam. Nach fünf Jahren Stillstand wurde der Versuch abgebrochen. Die Lehren aus dem Fehlschlag schlagen sich in der neuen Ausschreibung nieder: Die Quote für Wohnraum ist auf 50 Prozent erhöht worden – und es werden nun auch kleinere Grundstücke angeboten. Ein Investor, der den ganzen Hafen zu einem Schmuckstück macht? Dieser Traum ist ausgeträumt. Der Preis dafür, dass es auf dem für 18 Millionen Euro hergerichteten Hafengelände überhaupt vorangeht, ist eine mögliche Bebauung mit einzelnen Geschäften oder Wohnungen. Aber das wäre mehr als sechs Jahre nach der Einweihung immerhin ein Anfang.

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