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Obelisk inzwischen ein Zeichen der Völkerfreundschaft

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kranzniederlegung zum 200. Jahrestag der Schlacht bei Sehestedt

Mit Kranzniederlegungen und einer Sonderausstellung im Dorfmuseum wurde gestern an den 200. Jahrestag der „Schlacht bei Sehestedt“ erinnert. An dem Obelisken, den der dänische König 1822 zum Gedenken an die Schlacht aufstellen ließ und der von Kanonenrohren umrandet ist, gab Susanne Fedders, Vorsitzende des Museumsvereins, einen kurzen Überblick über das damalige Geschehen.

Ein zwölf Kilometer langer Tross von Soldaten des dänisch-schleswig-holsteinischen Heeres sei auf seinem Weg von Gettorf in die Rendsburger Festung bei Sehestedt auf die schwedisch-russisch-preußischen Truppen getroffen. Mehr als 1700 Soldaten kamen in dieser Schlacht ums Leben.

Aber auch das Dorf habe schwer gelitten, machte Fedders deutlich. Häuser seien zerstört worden, die Vorräte der Einwohner geplündert. Diese Auswirkungen auf das kleine Bauerndorf werden auch in der Sonderausstellung im Museum deutlich. Dänische und deutsche Schüler haben diese unter der Anleitung von Kieler Studenten erarbeitet.

Unter den Teilnehmern der Gedenkveranstaltung waren auch Soldaten des dänischen „Jydske Dragoner Regiments“ aus Holstebro, das heute noch in seiner Fahne die Inschrift „Sehestedt 1813“ trägt. Oberst Kurt Moosgaard sagte nach der Kranzniederlegung, dass der Obelisk nicht nur an die Schlacht mit vielen Toten erinnere, sondern inzwischen ein Zeichen der Völkerfreundschaft sei.

Und auch ein touristischer Anziehungspunkt, meinte Susanne Fedders. Bürgermeisterin Rita Koop, die auch die Teilnahme der Bundeswehr an der Veranstaltung erwartet hatte, teilte mit, dass demnächst auch eine Hinweistafel in dänischer Sprache an dem Ehrenmal aufgestellt werde.

Wo die mehr als 1700 Toten der Schlacht von Sehestedt beigesetzt wurden, ist bis heute nicht bekannt.




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