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Auslaufmodell : Nur noch eine Gnadenfrist für den Weiterbildungsverbund

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Aus für die Weiterbildungsverbünde im Land kommt Ende Juni. Im Kreis Rendsburg-Eckernförde hält Projektkoordinatorin Ute Landt bis dahin noch die Stellung. Ab kommender Woche bietet sie sogar neue Beratungstermine im Rendsburger Rathaus an.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2014 | 18:23 Uhr

Es ist lediglich eine Gnadenfrist für die Weiterbildungsverbünde im Land: Zwar beschloss die Landesregierung Ende November eine Übergangsfinanzierung, doch die reicht nur bis zum 30. Juni 2014. „Dann ist definitiv Schluss“, sagt Ute Landt, Projektkoordinatorin im Kreis Rendsburg-Eckernförde.

Sie hält derzeit als letzte verbliebene von ehemals drei Mitarbeiterinnen im Servicebüro die Stellung, das in den Räumen der Landwirtschaftskammer untergebracht ist. Ihre beiden Ex-Kolleginnen suchten und fanden anderweitig Jobs, nachdem das Aus für die Weiterbildungsverbünde bereits zum Jahresende 2013 kommen sollte. Zumindest der damals bereits gekündigte Mietvertrag mit der Landwirtschaftskammer am Grünen Kamp in Osterrönfeld konnte unkompliziert bis verlängert werden. „Das letzte Jahr mit dem ständigen Hin und Her war unglaublich anstrengend“, sagt Ute Landt, die das Aus für die gewachsenen Strukturen in den Weiterbildungsverbünden nicht nachvollziehen kann: „Eine neutrale und kostenlose Weiterbildungsberatung muss es vor allem in einem Flächenland wie Schleswig-Holstein vor Ort geben. Sie muss regional bleiben.“

Wie genau es nach dem 30. Juni weitergeht, weiß sie nicht. Am 4. Dezember gab es den Auftakt zu einem Weiterbildungsdialog, initiiert von Wirtschaftsministerium. Auf dessen Fortsetzung wartet derzeit nicht nur Ute Landt.

Der Weiterbildungsverbund berät Interessierte in Sachen Weiterbildungen und Fördermöglichkeiten. Ein Beispiel dafür sind die so genannten Prämiengutscheine aus dem Programm „Bildungsprämie“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Sie sind nach einer vorherigen persönlichen Beratung zu bekommen, wenn der Interessent verschiedene Kriterien erfüllt – zum Beispiel nicht mehr als 20 000 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen hat.

Der Prämiengutschein bringt bis zu 500 Euro für die Finanzierung einer beruflichen Fort- oder Weiterbildung. Rund 75 dieser Gutscheine – also bis zu 37 500 Euro – kann Ute Landt noch vergeben. „Wer interessiert daran ist, noch bis zum 30. Juni eine Weiterbildung anzufangen, der sollte zulangen. Es wäre schade, wenn das Kontingent verfällt“, betont Ute Landt. Zwar werde es auch danach eine weitere Förderperiode geben, doch wie diese aussieht und nach welchen Kriterien gefördert werde, stehe noch nicht fest.

Neu ist ihr Beratungsangebot im Rendsburger Rathaus (Am Gymnasium 4). Erstmals am kommenden Donnerstag, 20. Februar, und dann jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat wird sie in Raum 10 im Erdgeschoss – nach vorheriger Terminvereinbarung – von 14 bis 18 Uhr Prämiengutscheine ausstellen und Fragen zum Thema Weiterbildung beantworten.

> Neben dem neuen Angebot in Rendsburg ist Ute Landt an jedem zweiten und vierten Donnerstag im Monat von 15 bis 18 Uhr im ehemaligen Lutherhaus in Eckernförde (Langebrückstraße 13 a) zu erreichen. Termine sind unter Tel. 04331/9453-280 oder per E-Mail (info@weiterbildung-rd-eck.de) zu vereinbaren. Weitere Informationen im Internet unter www.weiterbildung-kielregion.de.

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