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Stafstedt : Nur die schönsten Lämmer gestohlen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Schäfer Horst Werner Krabbenhöft ist verzweifelt: 18 Jungtiere wurden von seiner Stafstedter Weide gestohlen. Dieser Diebstahl war nicht der erste.

Der Schrecken sei ihm richtig in die Knochen gefahren, als er am vergangenen Sonnabend seine Koppel betreten habe, berichtet Horst Werner Krabbenhöft mit entsetztem Gesichtsausdruck. Diese Reaktion ist nur allzu verständlich, wenn man bedenkt, welcher Anblick sich dem Schäfer bot. „18 Lämmer haben sie mir in der Nacht gestohlen“, erzählt der 67-Jährige weiter. Schon häufiger wurde Krabbenhöft in den vergangenen Jahren von Dieben besucht, die es auf seine Tiere abgesehen hatten. „Sonst haben sie immer fünf bis sieben geholt. Das ist jetzt der Rekord“, sagt er.

Am Freitagabend vor dem Diebstahl hatte Horst Werner Krabbenhöft die Mutterschafe von der Koppel geholt und nur 73 Bocklämmer auf dem Feld unweit seines Hofes belassen. Die Tiere waren alle mit einer blauen Markierung auf der Wolle versehen. „In der Nacht sind sie dann gekommen und haben das Torschloss aufgebrochen. Wahrscheinlich haben sie die Tiere dann in einen Sprinter getrieben“, vermutet der Schafzüchter. „Die Diebe müssen sich ausgekannt haben, da sie sich die schönsten Lämmer ausgesucht haben.“ Der Landwirt bemerkte das Fehlen seiner Lämmer, als er am Abend Gartenabfälle auf seine Koppel fahren wollte. Den Wert eines Tieres beziffert er auf 150 Euro pro Stück.

Gerade einmal vier Monate ist es her, das Horst Werner Krabbenhöft in der Nacht von Dieben heimgesucht wurde. Auf einer Weide am Nord-Ostsee-Kanal direkt neben dem Flugplatz Schachtholm in Hörsten entwendeten Unbekannte im April fünf seiner Schafe. Es entstand ein Gesamtschaden von rund 1100 Euro. Und auch dieser Diebstahl war nicht der erste. „Sie haben sonst immer fünf bis sieben Tiere mitgenommen. Da konnte man noch davon ausgehen, das die Schafe für den Eigengebrauch benötigt wurden“, sagt Krabbenhöft, der hinter dem jüngsten Verbrechen jedoch gewerbsmäßigen Nutzen erkennen will. „Die haben sicherlich im Auftrag von irgendjemandem gehandelt. Ob es dieselben waren wie sonst, weiß ich nicht“, erklärt der Landwirt sichtlich erregt. „Was soll ich noch machen. Ich habe doch keine Chance, wenn die kommen.“

Einen Wolf „braucht“ Horst Werner Krabbenhöft nach eigener Aussage nicht. „Ich habe hier seit Jahren genug Ärger mit Diebstählen und wildernden Hunden. Wenn noch ein Wolf dazu kommt, kann ich einpacken.“

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erstellt am 18.Aug.2015 | 06:00 Uhr

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