Notfall-Szenario im Autohaus

Klaus Butenschön (li) notiert Namen und Daten der Atemschutzgeräteträger, die in das „brennende“ Gebäude gehen.
Klaus Butenschön (li) notiert Namen und Daten der Atemschutzgeräteträger, die in das „brennende“ Gebäude gehen.

Übung für den Löschzug 3 des Amtes Kropp-Stapelholm / „Vermisste“ Personen aus brennender Halle gerettet / Kommunikation trainiert

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30. Oktober 2018, 16:53 Uhr

Am Abend um viertel vor sieben heulte die Feuersirene und alarmierte die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. „Feuer in der Werkstatt von Autohaus Kühl. Acht Personen befinden sich im brennenden Gebäude“ – so lautete die Einsatzmeldung.

Nach wenigen Minuten traf die erste Wehr ein: die Lage wurde beurteilt, die Trupps eingeteilt, Wasserschläuche verlegt und der Verkehr umgeleitet. Die ersten Atemschutzgeräteträger machten sich fertig für den Einsatz im Gebäude, um die vermissten Personen zu suchen. Mehr und mehr Feuerwehrleute trafen am „Brandort“ ein. Die Hauptstraße war hell erleuchtet mit Strahlern und vom Blaulicht der Einsatzfahrzeuge.

Zum Glück war dieses Szenario nur eine Übung. „Einmal im Jahr übt der Löschzug 3 des Amtes Kropp-Stapelholm, bestehend aus den Wehren Tetenhusen, Alt und Klein Bennebek sowie Kropp“, erklärte der Tetenhusener Wehrführer Jens Dau. Diese Übung diene dazu, die Kommunikation untereinander zu trainieren und damit die Kameraden die Angst verlieren. „Wir üben für den Ernstfall“, betonte auch Martin Gehrmann. Er gehört der Tetenhusener Wehr an und hatte bei dieser Übung als „vermisste Person“ in der Autohalle auf seine Rettung gewartet.

In der Werkhalle standen unter anderem zwei Fahrzeuge mit Gasantrieb auf der Hebebühne. Eine Autowerkstatt sei aufgrund von diversen leicht brennbaren Ölen, Fetten, Schmier- und Betriebsstoffen eine ganz besondere Herausforderung für die Kameraden, so der Wehrführer. Der Einsatz der Atemschutzgeräteträger wird ganz besonders gründlich dokumentiert. Bevor die Männer in Zweiertrupps in das Gebäude gingen, wurden Name, Uhrzeit und Menge der Atemluft notiert. „Während des Einsatzes wird immer wieder per Funk nachgefragt, ob alles in Ordnung ist und ob die Luft reicht“, erklärte Klaus Butenschön den Ablauf. Ist der Einsatz unter Atemschutz beendet, wird der Kamerad in der Liste ausgetragen. Nur so wisse die Einsatzleitung jederzeit, welcher Kamerad wie lange unter Atemschutz unterwegs ist.

Natürlich hatten die Feuerwehrleute schnell gemerkt, dass es sich um eine Übung handelt und entsprechend ruhig wurden die Abläufe des Einsatzes abgearbeitet. Die erste vermisste Person wurde nach kurzer Zeit aus dem „brennenden“ Gebäude geführt und am Ende waren alle acht gefunden. Genau geschaut hat auch Amtswehrführer Sönke Rahn, der als Beobachter der Löschzugübung vor Ort war.

Die Abschlussbesprechung im Feuerwehrgerätehaus fiel positiv aus. „Es gab nur wenig zu beanstanden. Letztendlich haben die Kameraden alles richtig gemacht“, sagte Wehrführer Jens Dau auf Nachfrage.

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