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Fahrradklima-Umfrage : Note 4 für Rendsburgs Radwege

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Stadt schneidet bei einer bundesweiten Umfrage zur Fahrradfreundlichkeit schlecht ab. Vertreter des ADFC fordern nun einen Sonderbeauftragten im Rathaus.

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2015 | 13:22 Uhr

Macht das Radfahren in der Stadt Spaß? Werden im Winter die Radwege geräumt? Gibt es häufig Konflikte mit Fußgängern oder Autofahrern? Diese und andere Fragen hat der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) im Fahrradklima-Test 2014 gestellt. Das Zeugnis für Rendsburg fällt dürftig aus. Mit der Gesamtnote 4,1 belegt die Stadt unter 292 Kommunen vergleichbarer Größe in Deutschland lediglich den 239. Rang. In Rendsburg hatten 88 Radfahrer bei der Umfrage mitgemacht. Zur fahrradfreundlichsten Stadt in Deutschland wurde Münster gewählt.

Pierre Gilgenast, dem die Ergebnisse am Freitag von Vertretern der Rendsburger Ortsgruppe im ADFC überreicht wurden, nimmt das mäßige Abschneiden sportlich: „Wir haben erkannt, dass die Zahl der Radfahrer zugenommen hat. Und Radfahrer sind schneller unterwegs als früher, nicht zuletzt durch das Aufkommen der E-Bikes.“ Deshalb werde man in Zukunft mehr für den Zweiradverkehr in Rendsburg tun, so der Verwaltungschef. Als ersten Schritt will der Bürgermeister prüfen lassen, welcher Mitarbeiter der Stadtverwaltung oder Eigenbetriebe sich für den Posten eines Fahrradbeauftragten eignet. „Unsere Interessen müssen bei der Neuplanung von Straßen und Radwegen rechtzeitig Gehör finden“, fordert Christian Scherpe, verkehrspolitischer Sprecher der Ortsgruppe Rendsburg im ADFC. „Schön wäre, wenn es im Rathaus dafür einen festen Ansprechpartner gäbe.“ Bürgermeister Pierre Gilgenast versprach, das Thema offensiv anzugehen: „Ich werde die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests umgehend einem der Fachausschüsse vorstellen und auch mit dem Stadtmarketing besprechen.“

Der ADFC ermittelte die Fahrradfreundlichkeit deutscher Städte zum sechsten Mal. Bei der letzten Erhebung vor zwei Jahren kam Rendsburg wegen zu geringer Teilnehmerzahl nicht in die Wertung. Dieses Mal beteiligten sich im Herbst bundesweit mehr als 100  000 Radfahrer. Sie benoteten ihre jeweilige Heimatstadt nach den Kriterien Fahrrad- und Verkehrsklima, Stellenwert des Radfahrens, Sicherheit, Komfort sowie Infrastruktur und Radverkehrsnetz. In Rendsburg wurden die Breite und Beschaffenheit der Radwege sowie die Verkehrsführung an Baustellen besonders schlecht eingeschätzt. Auch der Winterdienst auf Radwegen bekam nur den Wert 4,4. Mit „Gut“ benotet wurden die Erreichbarkeit des Stadtzentrums und die Tatsache, dass in Rendsburg alle Generationen das Fahrrad als Fortbewegungsmittel nutzen.

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