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Kreishaus Rendsburg : Note 1,6 für Baubehörde

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Befragung belegt Zufriedenheit der Kunden. Durchschnittlich 49 Tage werden für eine Baugenehmigung benötigt.

shz.de von
erstellt am 04.Jan.2016 | 06:00 Uhr

Mit erfreulichen Nachrichten können die Mitarbeiter der unteren Bauaufsichtsbehörde das Jahr 2015 abschließen: Bei einer Kundenbefragung hat sich die Behörde in allen Kategorien durchweg verbessert, die Zufriedenheit der Kunden konnte weiter gesteigert werden. Vor allem bei der Verfahrensdauer konnte sich die Rendsburger Kreisverwaltung deutlich steigern. Schon 2009 und 2011 fand eine Befragung statt. Zwischen dem 1. August und dem 31. Oktober dieses Jahres wurden nun ein drittes Mal Fragebögen an private Kunden, Bauämter und Architekten verteilt. Von 510 Bewertungsbögen wurden 181 ausgefüllt – eine Quote von 35,5 Prozent. „Die Befragung ist für uns ein Instrument der Qualitätssicherung. Schlechte Bewertungen in einzelnen Fällen waren für uns in den Vorjahren eine Einladung, genau hier aktiv zu werden“, erklärt Dr. Martin Kruse, Leiter des Fachbereichs Regionalentwicklung, Bauen und Schule beim Kreis Rendsburg-Eckernförde. Abgefragt wurde die Zufriedenheit mit Erreichbarkeit, Freundlichkeit, Kompetenz, Beratung, Verfahrensdauer, Verständlichkeit und mit der Bauaufsichtsbehörde insgesamt. Während die durchschnittliche Gesamtnote 2009 noch bei 2,6 lag, konnte sie schon bei der Befragung 2011 auf 2,04 verbessert werden – und liegt in diesem Jahr bereits bei 1,6.

In allen abgefragten Kategorien konnte stetig eine Verbesserung erzielt werden. Vor allem die Zufriedenheit mit der Verfahrensdauer konnte von der Note 3,4 (im Jahr 2009) auf 1,71 (2015) gesteigert werden. „Dieses sehr erfreuliche Ergebnis ist auf die zahlreichen Maßnahmen zur Beschleunigung des Baugenehmigungsverfahrens zurückzuführen“, freute sich Kruse. Man habe immer wieder das gesamte Verfahren im Blick gehabt und die Punkte erörtert, die unnötig Zeit kosteten. „Es müssen zum Beispiel nicht immer andere Behörden beteiligt werden“, erklärte der Fachmann. „Auf diese Weise haben wir die Prozesse vom Eingang des Antrages bis zur Erteilung der Genehmigung optimiert und beschleunigt.“ Lag die Bearbeitungsdauer im zweiten Halbjahr 2010 noch bei durchschnittlich 74 Tagen, brauchten die Mitarbeiter in diesem Jahr (Daten bis Ende November) im Schnitt 49 Tage. Ziel sei es laut Kruse auch gewesen, langwierige Anträge zu beschleunigen. „Es gibt immer mal wieder schwierige Verfahren, bei denen zum Beispiel ein Gutachten erstellt werden muss. Auch diese Verfahren haben wir uns genau angesehen, um sie in Zukunft zu beschleunigen oder von vorneherein durch eine entsprechende Beratung vorweg zu vermeiden.“ Laut Kruse sei eine zügige Genehmigung wichtig, weil sie schnell Baurecht schaffe, was für die Region wichtig sei.

„Es ging uns aber nicht nur darum Zeiten zu verbessern, sondern auch um andere Faktoren wie eine kompetente Beratung. Wir bieten schließlich eine Dienstleistung an. Deshalb interessiert uns natürlich, wo gegebenenfalls der Schuh drückt“, so Kruse. Doch auch hier gibt es Grund zur Freude: Die besten Werte der aktuellen Befragung konnten bei der Freundlichkeit (1,31), Kompetenz (1,44) und Qualität der Beratung (1,46) erzielt werden. „Den schlechtesten Wert mit der Note ‚gut‘ haben wir für die Verständlichkeit der Bescheide bekommen“, berichtete Martin Kruse. Nun ginge es also darum zu sehen, welche Formulierung wie zutreffend sei, um auch diesen Wert nach Möglichkeit zu verbessern. „Aber auch mit einem ‚gut‘ können wir schon zufrieden sein. Wir wollen diese Noten nun zumindest halten, wenn nicht noch verbessern.“ Eine nächste Befragung soll es nämlich in jedem Falle geben. Wann steht allerdings noch nicht fest.

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