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Diskussionsbedarf : Nortorfer Woche wird zum Zankapfel

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ein 2300-Euro-Zuschuss für das Fest im vergangenen Juni sorgte für Streit in der Stadtvertretersitzung am Dienstagabend im Nortorfer Rathaus. Zwischen SPD und CDU kam es zu hitzigen Diskussionen.

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erstellt am 19.Sep.2013 | 10:37 Uhr

Über 2300 Euro stritten die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Dienstagabend. Die Summe war als Zuschuss für die Nortorfer Woche im Juni diesen Jahres abgerechnet worden.

Bürgermeister Horst Krebs (CDU) betonte, dass die Nortorfer Woche ein Fest sei, das den Bürgern zugute komme und bei dem das Gemeinwohl in Vordergrund stehe, weshalb finanzielle Hilfe angebracht sei. Michael Friedrich (SPD) meinte, dass es sich bei der Veranstaltung um eine kommerzielle Angelegenheit handele und er und seine Parteikollegen auf gar keinen Fall der Bezuschussung zustimmen würden. Willi Gronewald (SPD) erinnerte, dass bereits beschlossen wurde, die Nortorfer Woche nicht mehr finanziell zu unterstützen. Egal, ob die Veranstaltung vom VHHI (Verein für Handel, Handwerk und Industrie) oder von Firmen oder Privatpersonen organisiert werde. „Denn schließlich erhält ein Dino D’Allanese auch keine Zuschüsse. Und der veranstaltet jedes Jahr ein großes Fest, das über die Stadtgrenzen hinaus Anerkennung findet und somit zum Gemeinwohl der Stadt und der Bürger beiträgt.“

Vor den versammelten Zuhörern kam Krebs in Erklärungsnot. Er begründete seine Entscheidung damit, dass der VHHI auf ihn zugekommen sei und er letztlich anboten habe die Kosten für den Bauhof (Absperrung, Reinigung) zu übernehmen. „Das war aber keine heimliche Entscheidung, sondern öffentlich und wurde mit meinem Stellvertreter (Manfred Kohn, SPD) besprochen und dafür stehe ich auch ein“, betonte Krebs. Gronewald gab zu bedenken, dass die Vereine bei der Stadt rechtzeitig einen Antrag auf Zuschüsse stellen müssten, „da kann man beim VHHI keine Ausnahme machen.“ „Der VHHI hatte kurzfristig kein Geld, damit handelte es sich um eine Eilbedürftigkeit und dabei bleib ich“, reagierte Krebs gereizt.

Amtsdirektor Dieter Staschewski erklärte auf Nachfrage der Landeszeitung: „Bis zu 5000 Euro darf Horst Krebs als Bürgermeister selbst entscheiden und muss lediglich darüber berichten, ab 5001 Euro muss die Entscheidung genehmigt werden.“ Dass in der Sitzung dennoch abgestimmt wurde, obwohl die Summe unter 5000 Euro lag, sei auf Antrag der SPD geschehen. Dass man Veranstaltungen wie die Nortorfer Woche nicht mehr bezuschussen wolle, sei nicht extra beschlossen worden, sondern im Haushaltsplan sichtbar: Hatte man im Jahr 2012 noch 4000 Euro dafür bereitgestellt, sind es 2013 nur noch 100 Euro. „Damit wird deutlich, dass man solche Veranstaltungen nicht mehr unterstützt will“, erklärte Staschewski.

Bei der Abstimmung billigten die Vertreter von CDU und FDP die Bezuschussung, SPD und Grüne lehnten sie ab. Damit stand es 9:9 (Stadtverordneter Hubertus Wollny fehlte). Somit gilt der SPD-Antrag als abgelehnt und der Zuschuss als genehmigt.

Der Beschluss über die Gültigkeit der Gemeindewahl vom 26. Mai wurde einstimmig abgesegnet.

Einstimmig als Stadtverordneter gewählt wurde Manfred Lange (Bündnis ’90/Die Grünen), der für Jana Bretschneider nachrückt, die aus beruflichen Gründen ihr Amt niederlegen musste. Ihren Platz im Ausschuss für soziale und kulturelle Angelegenheiten nimmt Michel Landek ein, Stellvertreter im Ausschuss für soziale und kulturelle Angelegenheiten wurde das bürgerliche Mitglied Dieter Schlüter und Stellvertreter im Amtsausschuss das bürgerliche Mitglied Holger Mordhorst-Bretschneider. Julia Borrmann

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