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Ehemaliges Schulgebäude : Nortorfer Politiker sind sich einig über das Sorgenkind

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der städtische Bauausschuss spricht sich gegen Verkauf der Hugo-Syring-Schule aus.

von
erstellt am 16.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Das „Sorgenkind“ der Stadt, die Hugo-Syring-Schule, darf bleiben. Zumindest vorerst. Dafür sprachen sich Montagabend die Mitglieder im Bauausschuss aus.

Zu einer Grundsatzentscheidung, sprich einer Abstimmung, ob man das Bauwerk behalten wolle oder nicht, kam es jedoch nicht direkt. Der Antrag der SPD (wir berichteten) wurde indirekt akzeptiert, jedoch taten sich einige der Politiker mit dem Begriff „Grundsatzentscheidung“ schwer. Denn, so unter anderem Bürgermeister Horst Krebs (CDU): „Grundsätzlich sind wir dafür, das Gebäude zu behalten. Sollten wir zu einem späteren Zeitpunkt feststellen, dass die Kosten zu hoch für die Stadt werden, dann können wir immer noch über einen Verkauf nachdenken.“ Dem gab auch Willi Gronewald, SPD-Fraktionsvorsitzender, Recht: „Sollte das Projekt Hugo-Syring-Schule irgendwann zu teuer werden, bin ich der erste, der sagt, wir sollten es verkaufen. Aber bis dahin, müssen wir schnellstmöglich an der Behebung der Schäden arbeiten und ein Konzept erstellen.“

Bei einer Besichtigung der Hugo-Syring-Schule wurde festgestellt, dass die veraltete Heizung maßgeblich an den Schäden (wir berichteten) Schuld ist. Es wurde sich darauf verständigt, diese vorerst abzuschalten und die Räume nicht mehr zu beheizen. Pikant: Ausgerechnet Willi Gronewald, der die weitere Vorgehensweise mit dem Gebäude in Schwung gebracht hatte, wurde zu diesem Treffen nicht eingeladen. „Da bringe ich das Ganze ins Rollen und es wird noch nicht mal Bescheid gegeben“, schüttelte Gronewald verärgert den Kopf. Bauausschussvorsitzender Klaus Groth hüllte sich daraufhin in Schweigen.

Die SPD schlug vor, dass unter anderem die Nortorfer Tafel, Kleiderkammer, AWO, DRK und die VHS in den Räumlichkeiten unter kommen. Zudem sollen Vereine und Verbände die Möglichkeit haben, ihre Vorstandssitzungen in dem Gebäude abhalten zu können. Wer Interesse daran hat, solle sich bei der Verwaltung melden. Für die weitere Vorgehensweise mit der ehemaligen Schule wurde eine Arbeitsgruppe gegründet. Jeweils zwei Mitglieder aus jeder Partei werden sich künftig intensiv mit dem Thema beschäftigen.

Für regen Diskussionsbedarf sorgte auch die Sanierung und Attraktivitätssteigerung des Jugendtreffs „Tee“ in der Bargstedter Straße sowie die Erweiterung und der Umbau des DRK-Kindergartens. Die Kommunalpolitiker waren sich einig, dass beide Vorhaben in die Tat umgesetzt werden, allerdings sorgten „Kleinigkeiten“ für Streit. Letztendlich wurde der Kostenschätzung für die Sanierung des Jugendtreffs zugestimmt. Der Finanz- und Hauptausschuss trifft heute die endgültige Entscheidung.

Auch der Planung für die Erweiterung des DRK-Kindergartens wurde zugestimmt. Allerdings wurde der Teil gestrichen, dass die Gruppenräume nur dann erweitert werden, wenn ein Zuschuss aus dem Programm „Energetische Sanierung“ erfolgt. Ob mit oder ohne Zuschuss solle die Planung umgesetzt werden. Der Gründung einer Arbeitsgruppe für das Museum und die Stadtbücherei wurde beschlossen. Diese soll sich mit der Lösung von Platzproblemen der beiden Einrichtungen beschäftigen.

Entschieden wurde die Hinterlandbebauung in der Friedrich-Hebbel-Straße sowie die künftige Verwertung von Kinderspiel- und Bolzplätzen in der Stadt (wir berichteten).

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