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Nortorfer Museum: Neue Räumlichkeiten zu teuer

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Mitglieder des Finanz- und Hauptausschusses der Stadt gegen Kauf eines neuen Gebäudes

Es wäre das Optimum gewesen, sagt Lutz Bertram, Leiter des Nortorfer Museums. Gemeint ist das OK Media Gebäude, welches die Stadt für rund 70 000 Euro hätte kaufen können. Voraussetzung für den relativ niedrigen Kaufpreis: Das Museum zieht dort ein. Doch die Mehrheit der Mitglieder im Finanz- und Hauptausschuss sprachen sich am Montagabend dagegen aus. Der Grund: Geld sei nicht vorhanden, andere Projekte, wie der DRK-Kindergarten oder die Zukunft der Hugo-Syring-Schule für die Stadt derzeit wichtiger.

„Der historische Hintergrund hätte einfach gepasst, dazu kommt die ideale Fläche und auch die Architektur hätte ein hervorragendes Bild abgegeben“, beschreibt Bertram die Vorzüge der Räumlichkeiten. Die vorhandene Industriestruktur in dem Gebäude, in dem damals tatsächlich Schallplatten produziert worden sind, hätte sich stimmig ins Gesamtbild gefügt. Mit dem großzügigen Keller wären die derzeitigen Lagerprobleme langanhaltend wegradiert. Dass sich die Ausschussmitglieder der SPD, der Grünen und der FDP gegen den Kauf entschieden haben, sei enttäuschend für den gesamten Museumsverein. „Aber so ist es nun leider“, fasst es Lutz Bertram zusammen.

Für die SPD seien vor allem die Folgekosten, die man nicht berechnen könne, ausschlaggebend gewesen, gegen den Kauf zu stimmen. Hinzu kämen die Kosten für den Innenausbau, die laut eines Kostenvoranschlages mit gut 450 000 Euro zu Buche geschlagen hätten. „Es sind derzeit erstmal andere Projekte wichtiger. Darunter die Zukunft der Hugo-Syring-Schule und die des DRK-Kindergartens“, erklärt Gronewald seine Entscheidung. Bis diese Projekte abgeschlossen sind, könne in aller Ruhe nach Alternativen Ausschau gehalten werden. Die Entscheidung habe keineswegs etwas mit der Qualität des Museums zu tun, betont der SPD–Fraktionsvorsitzende. „Wir wollen auf jeden Fall an dem Museum festhalten. Und mir tun die Leute, die viel ehrenamtliche Arbeit da reinstecken auch Leid, aber die Stadt kann nun mal kein Geld schnitzen.“

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erstellt am 26.Nov.2014 | 12:00 Uhr

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