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Für den Nachwuchs : Nortorfer Kinder stehen im Fokus

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Sozialausschuss beschäftigt sich mit der Schülerinsel dem DRK-Kindergarten und einer möglichen Waldkindergartengruppe. Die Kommunalpolitiker sind bei vielen Themen nicht einer Meinung.

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erstellt am 18.Nov.2014 | 13:34 Uhr

Mit derzeit rund 80 Kindern ist die Nortorfer Schülerinsel voll ausgelastet. Auch ein zusätzlich aufgebauter Container reicht nicht aus. Für eine zeitnahe Lösung setzen sich nun die Mitglieder von Bündnis ’90/Die Grünen verstärkt ein. Zur Sitzung des Ausschusses für soziale und kulturelle Angelegenheiten der Stadt am Donnerstag, 20. November, 19.30 Uhr, im Sitzungssaal des Rathauses, soll das Thema angesprochen werden. Einen passenden Antrag hat die Fraktion bereits gestellt. Auch der Neubau des DRK-Kindergartens, die Errichtung einer Waldkindergartengruppe und der Haushalt für 2015 stehen auf der Tagesordnung.

„Die Schülerinsel platzt aus allen Nähten“, bringt es Angelika Bretschneider, Fraktionsvorsitzende Bündnis ’90/Die Grünen, auf den Punkt. Obwohl das Thema ein Dauerbrenner in Nortorf ist, sei lange nicht mehr darüber gesprochen worden, so Bretschneider weiter. Das Thema dürfe jedoch nicht in Vergessenheit geraten.Die wichtigste Frage, die sich derzeit stelle: „Wie sieht eine Lösung aus?“ Die Überlegung, die Unterbringung auf die Hugo-Syring-Schule auszuweiten, sei nicht möglich. Der Weg von der Grundschule über die Itzehoer Straße hin zur Hugo-Syring-Schule für Kinder sei nicht zumutbar. Sinnvoll sei es das Nachbargebäude der Grundschule zu nutzen. Dort finden momentan jedoch die Kleiderkammer und die Volkshochschule Unterkunft. „Das Thema hängt mit mehreren Baustellen in Nortorf zusammen“, erklärt Angelika Bretschneider. Sollte die Hugo-Syring-Schule beispielsweise als Haus der Vereine und Verbände in Zukunft genutzt werden, könnten Volkshochschule und Kleiderkammer umziehen, das alte Berufsschulgebäude wäre damit für die Kinder der Schülerinsel frei, so die Überlegung.

Die Betreuungszeiten der Kinder hätten sich in den letzten Jahren stark verändert. Viele der Kinder müssten nicht nur wenige Stunden überbrücken, sondern verbringen teilweise den ganzen Tag in der Schülerinsel. „Immer mehr Kinder werden schon gegen 7 Uhr gebracht“, erklärt die Kommunalpolitikerin. „Daher ist es besonders wichtig, nach einer dauerhaften Lösung für alle Beteiligten zu suchen.“

Neben der räumlichen Situation der Schülerinsel beschäftigt sich der Sozialausschuss auch mit dem Neubau des DRK-Kindergartens (auf Antrag der SPD-Fraktion). „Fakt ist, wir wollen einen Neubau“, betont Michael Friedrich (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für soziale und kulturelle Angelegenheiten der Stadt. „Wir als Kommune haben einen gesetzlichen Auftrag und dem werden wir mit der derzeitigen Situation nicht gerecht.“ Unterstützung erhofft er sich von den Grünen. Die CDU hatte bereits in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung gegen die Aufhebung des Beschlusses für den Umbau des DRK-Kindergartens gestimmt. Auch die FDP steht einem Neubau negativ gegenüber. „Dafür haben wir momentan einfach nicht das Geld“, erklärt Fraktionsvorsitzender Holger Krüger. „Da müssen wir nach einer anderen Lösung suchen. Beispielsweise die eines Waldkindergartens“, so Krüger weiter.

Das Amt Nortorfer Land hatte jüngst rund 230 Fragebogen zum Thema Waldkindergarten an Eltern verschickt. 30 von denen konnten nun ausgewertet werden. Daraus geht hervor, dass grundsätzlich der Wunsch nach dieser Form der Unterbringung vorhanden sei. Ob dies jedoch auch umsetzbar ist, liege an weiteren Faktoren. Eine Betreuungszeit von 8 bis 13 Uhr ist dem Großteil der befragten Eltern nicht ausreichend genug. Bei einem längeren Aufenthalt im Wald müsste jedoch eine passende Unterkunft gefunden oder errichtet werden. Auch der Wunsch nach einem Mittagessen ist vorhanden. Ausschussvorsitzender Michael Friedrich sieht die Einrichtung einer Waldkindergartengruppe für problematisch: „Da kommen einfach zu viele Faktoren zusammen, die bislang nicht ermittelt worden sind.“ Fakt sei, dass die Kinder in Nortorf an oberster Stelle stehen. „Und für die setzen wir uns auch ein.“

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