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Gemeinsame Sache : Nortorfer Feuerwehr will hoch hinaus

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

2017 benötigt die Wehr eine neue Drehleiter. An den Kosten sollen sich auch die Gemeinden des Amtes Nortorfer Land beteiligen. Denn auf eine Drehleiter könnten auch die anderen Wehren nicht mehr verzichten.

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erstellt am 24.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Sie ist gut 30 Meter lang und feiert in drei Jahren ihren 30. Geburtstag – dann ist für die Drehleiter der Nortorfer Feuerwehr Dienstschluss und eine neue muss her (wir berichteten). Geht es nach der Stadt Nortorf, sollen sich auch die Gemeinden des Amtes Nortorfer Land an den Kosten beteiligen.

Insgesamt 590 000 Euro kostet das neue Fahrzeug samt Einbau, nach Abzug der Zuschüsse bleibe immer noch ein Eigenanteil von 390 000 Euro, die zur Hälfte von der Stadt und zur Hälfte von den Gemeinden getragen werden soll. Obwohl die Drehleiter seit der Anschaffung 2007 häufiger im Amt, als in der Stadt im Einsatz war, würde Nortorf die Kosten so oder so tragen. Ob sich die einzelnen Gemeinden nun für eine Kostenbeteiligung oder dagegen aussprechen.

Thomas Schröder blickt der Angelegenheit bislang entspannt entgegen. „Ich sehe das alles ganz positiv. Den Bürgermeistern des Amtes haben wir das neue Modell bereits erfolgreich vorgeführt und auch die Kameraden der anderen Wehren haben die Notwendigkeit einer Drehleiter längst verstanden“, so der Nortorfer Wehrführer. Er glaubt, dass sich die Gemeinden für eine Beteiligung aussprechen werden. Auch wenn der Neukauf erst in drei Jahren geplant ist, so sei es sinnvoll, das Projekt frühzeitig anzugehen und die Beteiligten dementsprechend rechtzeitig mit ins Boot zu nehmen. „Ich fand es sehr passend, was Volker Ratjen aus Schülp im Hauptausschuss dazu gesagt hat. Nämlich, dass er ein schlechtes Gewissen hätte, wenn die Drehleiter in seiner Gemeinde zum Einsatz kommt, der Ort sich selbst aber nicht an den Kosten beteiligt hat.“ Die Beteiligten hätten erkannt, dass man auf eine Drehleiter nicht mehr verzichten könne. „Die Drehleiter ist nicht mehr wegzudenken, ob nun beispielsweise bei einem klassischen Schornsteinbrand, der Menschenrettung oder großflächigen Bränden“, berichtet der 39-Jährige.

Besonders notwendig sei die Drehleiter aber auch vor allem im Hinblick auf die sinkenden verfügbaren Kameraden. „Die wenigstens arbeiten noch vor Ort und die Mitgliederzahlen werden auch nicht schlagartig mehr“, erklärt Thomas Schröder. Deshalb sei es umso wichtiger, dass die Nortorfer Wehr bestmöglich ausgestattet sei, um die Sicherheit im gesamtem Amt gewährleisten zu können. Das neue Fahrzeug sei viel moderner, sicherer und vor allem schneller in der Rüstzeit.

2007 schaffte die Stadt Nortorf die erste Drehleiter an. Das Fahrzeug kostete damals 187 000 Euro. „Es war gut, dass wir mit einer gebrauchten Drehleiter angefangen haben“, so Schröder. Erneut eine gebrauchte Leiter zu kaufen, um Kosten zu sparen, stehe jedoch nicht zur Diskussion. „Das wäre nicht der richtige Schritt.“ Eine Neuanschaffung sei in jeden Fall wirtschaftlicher und man würde nachhaltig handeln. Alle zehn Jahre müsse die alte Leiter zur großen Zehn-Jahres-Inspektion. „Das wird einfach zu teuer“, erklärt Schröder. „Die neue hält locker 30 Jahre.“

 

 

 

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