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Stadt im MIttelpunkt : Nortorfer Bürger zeigen großes Herz

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Stadt stellt sich der RSH-Challenge und gewinnt 2500 Euro für die Kinder- und Jugendarbeit. Rund 500 Einwohner nahmen teil.

Um kurz nach 12 Uhr erlöste Radiomoderator Volker „Voller“ Mittmann die wartenden Bürger: „Damit habt ihr die Challenge geschafft!“ Fünf Stunden hatten die Nortorfer Zeit, ein Herz in den Farben Schleswig-Holsteins auf dem Marktplatz zu bilden. Und alle kamen: Gewerbebetriebe, Kindergärten, Schulklassen, Flüchtlinge und Vereine. Das große Menschenherz sah nicht nur schön aus – als Gewinn stehen der Stadt nun auch 2500 Euro für einen sozialen Zweck zur Verfügung.

In 20 Städten im Land testet der Sender Radio Schleswig-Holstein (RSH) derzeit den Zusammenhalt der Bürger. Nach dem Start am Montag, bei dem Heide innerhalb weniger Stunden ein ganzes Volksfest auf die Beine stellen musste, bekam es Nortorfs Bürgermeister schon mit der Angst. „Das war wirklich eine stramme Aufgabe. Das wäre bei uns schwierig geworden.“ Die größte Sorge des Amtsinhabers war die Zeit: „12 Uhr ist unglücklich. Der Schulbus kommt um viertel vor 12, es ist Mittagszeit, die Ferien sind vorbei und es ist mitten in der Woche“, sagte Krebs. Dennoch schwang er sich bereits früh morgens nach Bekanntgabe der Aufgabe aufs Rad, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Kindergärten wurden angesprochen, ebenso wie Schulkassen. An die Mitglieder des Vereins für Handel, Handwerk und Industrie Nortorf (VHHI) wurde eine Rund-E-Mail geschickt und auch der Freundeskreis der Asylsuchenden im Amt Nortorfer Land (FANL) wurde angesprochen mitzumachen.

Als der Radiosender Horst Krebs nicht nur die Aufgabe mitteilte, sondern auch, dass ein Beweisfoto aus luftiger Höhe gemacht werden muss, „war er erstmal platt“, sagte Moderator Andreas Rackow, der die Challenge von morgens bis mittags begleitete. „Denn die Drehleiter der Feuerwehr ist ja abgängig.“ Doch schnell wurde nach einer Lösung gesucht und so wurde Boris Wittgrefe angerufen, der sich sofort mit seiner Kameradrohne auf den Weg nach Nortorf machte. „Ich war gerade unterwegs ins Büro, da erreichte mich der Anruf“, berichtete der Fotograf, „ich bin dann mehr oder weniger gleich umgedreht, um zu helfen. Das ist doch selbstverständlich.“

„Notfalls hätten aber auch wir geholfen“, betonte Winfried Bentke, Vorstand der Stadtwerke, „unser Hubsteiger hätte es immerhin auf zwölf Meter geschafft.“ Hilfe kam auch von den Ehrenamtlichen der Kleiderkammer, die spontan blaue, weiße und rote Kleidungsstücke vorbeibrachten. Auch Trikots aus Bargstedt und Groß Vollstedt wurden vorbeigebracht. „Die Hilfsbereitschaft in unserer Stadt und auch den umliegenden Gemeinden ist wieder überwältigend“, freute sich Krebs.

Das rund 80 Quadratmeter große Herz steckte die Freiwillige Feuerwehr mit einem Seil auf dem Marktplatz ab. Thomas Schröder war bereits seit dem frühen Morgen auf den Beinen, um alles zu koordinieren. Als sich der Treffpunkt gegen 11.30 Uhr mehr und mehr füllte, war auch bei dem Wehrführer Erleichterung zu spüren. „Hier kommen ganz unterschiedliche Leute her. Das Thema Inklusion war von uns auch so gewollt. Das ist echt klasse.“ Wenige Minuten später stellte sich „Voller“ Mittmann auf die Bühne, las die Aufgabe erneut vor, und stellte dann fest: „Nortorf, ihr habt die Aufgabe geschafft. Herzlichen Glückwunsch euch allen – ihr habt Herz gezeigt!“

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erstellt am 09.Sep.2015 | 12:09 Uhr

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