Unstimmigkeiten : Nortorf: Zündstoff zum Jahresende

Neu- oder Umbau des Kindergartens? Die Nortorfer Kommunalpolitiker sind sich über das weitere Verfahren nicht einig.
Neu- oder Umbau des Kindergartens? Die Nortorfer Kommunalpolitiker sind sich über das weitere Verfahren nicht einig.

Stadtverordnete beraten am kommenden Dienstag über die Zukunft des DRK-Kindergartens und den Kauf eines Museumsgebäudes.

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10. Dezember 2014, 06:00 Uhr

Es wird noch einmal spannend in der Nortorfer Politik: Am Dienstag, 16. Dezember, 19.30 Uhr im Rathaus, entscheiden die Stadtverordneten über die Zukunft des DRK-Kindergartens und den Kauf eines Museumsgebäudes. Beide Themen sorgten in der Vergangenheit bereits für reichlich Diskussionsstoff zwischen den Kommunalpolitikern.

Während die SPD (sechs Sitze) auf einen Neubau des DRK-Kindergartens pocht, setzt sich die CDU (acht Sitze) für einen Umbau ein. Zur Stadtverordnetenversammlung hat die CDU einen Antrag auf einen Grundsatzbeschluss über die Sanierung, Umbau- und Erweiterung der Räumlichkeiten in der Friedrich-Hebbel-Straße gestellt, die SPD für den Neubau am Galgenbergsweg. Während die SPD sich zudem im Vorfeld gegen den Kauf eines neuen Gebäudes für das Museum ausgesprochen hat, setzt sich die CDU dafür ein. Ausschlaggebend bei der Abstimmung dürften also die Entscheidungen der Mitglieder der FDP (zwei Sitze) und Bündnis ’90/Die Grünen (drei Sitze) sein.


SPD

Willi Gronewald, Fraktionsvorsitzender der SPD, erklärte, dass der Antrag der CDU bezüglich des Kindergartens von der Tagesordnung genommen werden soll. Grund seien nicht vorhandene Unterlagen. „Wenn die CDU ehrlich wäre mit der Sache, hätten sie den Antrag mit Unterlagen untermalt. So liegt uns rein gar nichts vor.“

Sollte Dienstag keine Entscheidung fallen, so möchte Gronewald weitere Gespräche zwischen den Fraktionen anbieten. „Um auch den letzten von dem Neubau zu überzeugen.“ Es gehe schließlich darum einen zukunftsorientierten Kindergarten für die nächsten 30 bis 40 Jahre zu errichten.

Nicht ganz so viel Begeisterung steckt die SPD hingegen in den Kauf eines Gebäudes für das Museum. Geschlossen wolle man dagegen stimmen, denn andere Projekte seien derzeit wichtiger. Dass der Tagesordnungspunkt im nicht öffentlichen Teil beraten werden soll, stößt Gronewald sauer auf. „Wir haben das im Vorfeld auch öffentlich behandelt. Da es sich um einen städtischen Einkauf handelt, sollten wir das auch weiterhin so beraten“, betont der Politiker. In der Sitzung am Dienstag wolle er dafür plädieren, den Punkt in den öffentlichen Teil zu verschieben.

CDU

Horst Krebs sagte dazu, dass der mögliche Kauf eines Grundstückes stets im nicht öffentlichen Teil beraten wird. Die Bereitstellung des Geldes (rund 80 000 Euro) für den Kauf des Kesselhauses werde jedoch im öffentlichen Teil beraten. Dass die CDU geschlossen für die neuen Räumlichkeiten stimmen wird, davon könne man ausgehen, so der Bürgermeister. Die endgültige Entscheidung falle jedoch erst am morgigen Donnerstag. Dann hat die CDU Fraktionssitzung. Bis zum 16. Dezember wolle Krebs versuchen, die Mehrheit für beide Punkte zu erlangen – Kauf des Museumsgebäudes und Sanierung des DRK-Kindergartens. Nicht nur bei seinen eigenen Parteimitgliedern, sondern auch bei den anderen Stadtverordneten, und nicht als CDU-Parteimitglied, sondern „als Bürgermeister für alle.“

FDP

Am Montagabend trafen sich die Mitglieder der FDP zur Sitzung. Wie am kommendenDienstag entschieden wird, sei zwar geklärt geworden, ob die Stadtverordneten Holger Krüger und Rolf Jörs sich geschlossen entscheiden – dazu wollte man sich nicht äußern. Auch in welche Richtung die Entscheidung geht, soll nicht bekanntgegeben werden. „Es kann ja noch spannend werden“, sagte Holger Krüger, „vielleicht stellen wir ja noch unseren eigenen Antrag. Wir müssen ja nicht immer das wollen, was die großen Parteien sagen.“

Grüne

Die Grünen werden den Antrag stellen, den Tagesordnungspunkt „DRK-Kindergarten“ ganz zu streichen. „Unserer Meinung nach liegen nicht genügend Daten und Fakten vor“, so Angelika Bretschneider. Die Verwaltung solle erst weitere Informationen zusammentragen. Sowohl für einen Neubau, als auch für eine Sanierung. Beim Museum sei man sich noch unschlüssig. Ganz abgeneigt sei man einem Kauf aber nicht. „Muss die Stadt das Gebäude kaufen? Vielleicht gibt es da ja noch eine andere Idee“, sagte Bretschneider weiter.

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