zur Navigation springen

Verspätung : Nortorf-Chronik erst 2015: Trio für unterschiedliche Epochen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Chronik der Stadt Nortorf nimmt Form an, wenn auch deutlich langsamer, als zunächst geplant.

Die Chronik der Stadt Nortorf nimmt Form an, wenn auch deutlich langsamer, als zunächst geplant. Die Veröffentlichung des Werkes, das eigentlich bereits in diesem Jahr erscheinen sollte, wurde nun von den Verantwortlichen auf den Herbst 2015 verschoben - „mit etwas Magengrimmen“, wie Prof. Dr. Oliver Auge vom Historischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zugibt. Der Inhaber des Lehrstuhls für Regionalgeschichte wird als Herausgeber der Chronik fungieren und ist trotz des veränderten Zeitplans froh, dass nun gleich drei motivierte Autoren das Thema bearbeiten.

Nach Matthias Jürgensen, der den größten Teil seiner Arbeit über die Jahrzehnte von der Nachkriegszeit in Nortorf bis ins 21. Jahrhundert beendet hat, werden nun Julian Freche die Geschehnisse von der Kaiserzeit bis zur Weimarer Republik und Martin Göllnitz die NS-Zeit und die Entnazifizierung beleuchten. Mit vereinten Kräften soll die gesamte Textarbeit bis ins späte Frühjahr 2015 andauern und bis zum September soll die Chronik „verlagsreif“ sein. „Zum Weihnachtsgeschäft 2015 sollte sie dann für zehn bis 20 Euro im Handel verfügbar sein“, so Prof. Dr. Oliver Auge – ein Zeitplan, den Bürgermeister Horst Krebs mit den politischen Kräften in Nortorf abgestimmt hat. Immerhin geht es um eine Investition von rund 15 000 Euro, die für die Arbeit an der Chronik und den Druck zu Buche schlagen.

Die drei Autoren studieren derzeit fleißig die Archive des Landes und der Stadt, nutzen Quellen der VHS und der Kirche und durchforsten Firmenarchive nach brauchbaren Fakten, um die geplanten 150 Seiten des stadtgeschichtlichen Werkes zu füllen. Einen Verlag gibt es derzeit noch nicht, „wir müssen so etwas ausschreiben, und diese Ausschreibung haben wir erst einmal auf Eis gelegt, da der Zeitplan nun andere Voraussetzungen geschaffen hat“, so Horst Krebs. Geplant ist aber weiterhin eine Startauflage von etwa 500 Exemplaren.
Bürgerinnen und Bürger, die weitere Fakten oder auch eigenes Bildmaterial zur Chronik beitragen möchten, sind aufgerufen, sich an die Verwaltung zu wenden. Im Nortorfer Rathaus werden die Beiträge gesammelt und an die Autoren weitergeleitet. Ebenso gefragt sind Zeitzeugen wichtiger Geschehnisse aus der Nortorfer Geschichte – auch sie dürfen sich gerne bei der Stadtverwaltung melden, denn bei Interesse soll ein „Älteren-Abend“ mittels persönlicher Gespräche zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und den Chronik-Autoren möglicherweise Vergessenes aus Nortorfs Historie zu Tage fördern.

zur Startseite

von
erstellt am 08.Okt.2014 | 16:55 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert