zur Navigation springen

Streit um Bäume : Nortorf: Ahorne sollen gefällt werden

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Austausch in der Schweriner Straße empfohlen. Montag tagt der Bauauschuss.

Der Baumbestand in der Schweriner Straße (wir berichteten mehrfach) ist weiter Thema in der Nortorfer Politik: Nachdem erneut ein Gutachter die hohen Bäume in der Siedlung gesichtet hat, wird das Empfehlungsschreiben in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Bauwesen und Umwelt der Stadt beraten. Der Experte rät: Sukzessiver Austausch der 23 Ahorne gegen eine andere Baumart. Der Austausch soll sich über einen Zeitraum von fünf Jahren erstrecken.

Im November hatte der Bauausschuss der Stadt den Bürgermeister damit beauftragt, einen weiteres Gutachten in Auftrag zu geben. Viele Anwohner hatten sich über die zu hohen Bäume beschwert, einige sorgten bereits für Schäden an Grundstücken und Fußgängerwegen. Die bis dato eingereichten Gutachten hätten unterschiedlicher nicht sein können, ein neues unabhängiges sollte her.

Ein Experte hat sich den Baumbestand mittlerweile angesehen, das Gutachten liegt den Nortorfer Kommunalpolitikern nun zur Abstimmung vor. Der Experte stellt fest: Die derzeit gepflanzte Spitz-Ahornsorte ist grundsätzlich für die Begrünung räumlich beengter Standorte geeignet, aber wurde nicht richtig gepflegt. Eine Gefährdung für Gas- und Wasserleitungen sowie Wohnhäuser konnten nicht ausgemacht werden, dafür aber für die Straßenbeläge und Bordsteineinfassungen. Gefährdungen seien deutlich sichtbar und werden zukünftig steigen, heißt es in dem Gutachten. Daher rät der Experte zum Austausch der 23 Ahorne gegen eine andere Baumart in einem Zeitraum von fünf Jahren. Die geschätzten Kosten für Entfernung und Neupflanzung belaufen sich auf rund 2200 Euro pro Baum. Die Verwaltung empfiehlt dem Gutachten zu folgen.

Nun müssen die Kommunalpoltiker noch darüber abstimmen. Die nächste Sitzung des Ausschusses für Bauwesen und Umwelt findet statt am Montag, 22. Februar, ab 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Weitere Themen sind der B-Plan Nr. 46 „Itzehoer Straße/Ecke Wolliner Straße/Breslauer Straße“ sowie die Umgestaltung der Rasenflächen des Bahnhofvorplatzes. Eine Anwohnerin hatte sich mit einem Schreiben an die Stadt gewandt. Ihr Wunsch: Aus den Rasenflächen soll eine Wildwiese werden. Da die Flächen lediglich als „Hundetoilette“ diene, würde keine Freizeitfläche für Bürger verschwinden. Die Antragsstellerin ist der Meinung, dass die Umgestaltung „ein großer Gewinn“ sei. Eine blühende Wiese sei deutlich attraktiver und zudem sei der Nutzen für Bienen und Insekten größer.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 20.Feb.2016 | 06:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert