Rendsburg : Nordkolleg kauft Gelände der Genossenschaftsakademie für 3,6 Millionen Euro

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Guido Wendt (links) und Guido Froese vor einem Gebäude des Genossenschaftsverbandes.

Guido Wendt (links) und Guido Froese vor einem Gebäude des Genossenschaftsverbandes.

Einrichtung verdoppelt ihre Fläche.

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20. Juni 2019, 11:00 Uhr

Rendsburg | Das Nordkolleg am Gerhardshain in Rendsburg hat die benachbarten Gebäude des Genossenschaftverbandes an der Raiffeisenstraße gekauft. Die Bildungseinrichtung investiert für den Erwerb sowie nötige Umbauten und Sanierung insgesamt 3,6 Millionen Euro.

Wir verdoppeln damit unsere Räumlichkeiten. Guido Froese, Nordkolleg-Geschäftsführer
 

„Wir verdoppeln damit unsere Räumlichkeiten“, freute sich der Nordkolleg-Geschäftsführer Guido Froese. Insgesamt stehen jetzt 123 Zimmer mit 228 Betten zur Verfügung. Neben Seminarräumen und Büros kommen 57 Zimmer mit 73 Betten für Übernachtungsteilnehmer hinzu. Jährlich hat das Nordkolleg etwa 20.000 Gäste und verzeichnet 20.500 Übernachtungen. „Und wir haben mehr Platz für Musikseminare in den Bereichen Rock, Pop, Jazz und Musical“, machte Froese deutlich.

Das neue Nordkolleg ist für ,Rocker und Banker' da. Guido Froese, Nordkolleg-Geschäftsführer
 

„Das neue Nordkolleg ist für ,Rocker und Banker' da.“ Denn der Genossenschaftsverband bleibt als Mieter in einigen Gebäuden und nutzt diese unter anderem für die Aus- und Fortbildung von Bankkaufleuten. Die Genossenschaftsakademie will auch in den kommenden Jahren ein umfangreiches Seminarangebot zur Verfügung stellen. Der Hotelbetrieb und die Seminarlogistik werden vom Nordkolleg übernommen. Es gibt keine betriebsbedingten Kündigungen. Die Verwaltungs- und Servicekräfte wechseln entweder zum Nordkolleg oder treten in den Ruhestand.

Größte Investition in der Geschichte des Nordkollegs

Lorenz Schulz, Fachbereichsleiter Finanzen beim Nordkolleg, wies darauf hin, dass der Kauf des Grundstücks mit 13.000 Quadratmetern und von 5000 Quadratmetern Gebäudeflächen vom Genossenschaftsverband die größte Investition in der Geschichte des Nordkollegs sei.

Kreis gibt 1,8 Millionen Euro, Land 800.000 Euro, Stadt 900.000 Euro

Der Aufsichtsratsvorsitzende Guido Wendt betonte, dass die Bereitstellung von Geld durch das Land sowie die Hauptgesellschafter Kreis Rendsburg-Eckernförde und die Stadt Rendsburg deren Wertschätzung für die Arbeit des Nordkollegs deutlich machten. Das Land gibt 800.000 Euro, der Kreis beteiligt sich mit 1,8 Millionen Euro, und die Stadt gibt 900.000 Euro. Der Rest wird durch Förderprogramme unter anderem für die energetische Sanierung bezahlt. Froese geht davon aus, dass die Sanierungsarbeiten, zu denen auch die Verbesserung der Barrierefreiheit und der Brandschutz zählen, Mitte kommenden Jahres abgeschlossen werden.

Beide Akademien arbeiten seit vielen Jahren räumlich und personell intensiv zusammen. Ralf W. Barkey, Vorstandvorsitzender des Genossenschaftsverbandes
 

„Beide Akademien arbeiten seit vielen Jahren räumlich und personell intensiv zusammen“, sagte Ralf W. Barkey, Vorstandvorsitzender des Genossenschaftsverbandes. „Deshalb haben wir die Chance ergriffen, unsere Kräfte am Seminarstandort Rendsburg weiter zu bündeln.“ Guido Froese freute sich, „gemeinsam ein neues Model der Zusammenarbeit gefunden zu haben.“ „Der Bildungscampus in Rendsburg wird damit eine noch größere Strahlkraft haben.“

Guido Wendt wies darauf hin, dass die Idee der Vergrößerung des Nordkollegs einige Zeit bis zu ihrer Umsetzung gebraucht habe. Im vergangenen Jahr sei dann der richtige Zeitpunkt gekommen, um mit dem Land, dem Kreis und der Stadt Rendsburg zu verhandeln. „Da hatten alle finanziellen Spielraum.“

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