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Landeszeitung

14. Dezember 2017 | 05:35 Uhr

Nordfriesen im Endspiel unter sich

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

SG Eiderstedt sichert sich mit einem 1:0-Finalsieg gegen Frisia 03 Risum-Lindholm die Landesmeisterschaft im Futsal /BTSV wird Dritter

Es war eine rein nordfriesische Angelegenheit – das Finale der Futsal-Landesmeisterschaft in Todenbüttel. Jubeln durfte am Ende die SG Eiderstedt, die den SV Frisia 03 Risum-Lindholm mit 1:0 besiegte. Das Minimalziel erreichte der Büdelsdorfer TSV, der im Halbfinale gegen den späteren Vizemeister den Kürzeren zog, aber das Sechsmeter-Schießen des „kleinen Finals“ mit 3:1 gegen das „Team Iron“ aus Flensburg gewann.

Einen Dämpfer gleich zu Beginn hatte der Titelverteidiger FC Flensburg (ein Studententeam mit Spielern vom TSB Flensburg und von Flensburg 08) dem Turnier verpasst. Sehr kurzfristig sagten die Flensburger ihre Teilnahme ab, so dass in der Gruppe A lediglich vier Mannschaften um den Halbfinaleinzug kämpften. Der BTSV fand schleppend ins Turnier und kassierte eine 0:1-Auftaktpleite gegen das „Team Iron“. „Wir haben überlegen gespielt, aber unsere Chancen nicht genutzt“, analysierte Coach Adrian Königsmann. Gegen den FC Itzehoe (2:1) und „Sporting“ (3:0) machten die Büdelsdorfer den Halbfinaleinzug allerdings perfekt.

In der Parallelgruppe mussten sich die beiden Vereinsvertreter SG Eiderstedt und Frisia Lindholm mit den drei Studenten-Teams „CAU Futsal“, „CAU International“ und den „FH Allstars“ auseinandersetzen. Insbesondere die Eiderstedt-Fans sorgten für Stimmung: „Da könnt ihr jeden in Deutschland fragen – die SGE ist nicht zu schlagen“, sangen sie ein ums andere Mal. Der Inhalt traf auf das nordfriesische Derby der Vorrunde allerdings nicht zu. Mit 4:1 behielt Frisia die Oberhand. Dennoch zogen beide Mannschaften in die Runde der letzten Vier ein. Dort lösten beide mehr oder weniger souverän das Final-Ticket. Lindholm bezwang den BTSV mit 3:1. „Risum-Lindholm hat verdient gewonnen“, erklärte Königsmann, „die waren einen Tick cleverer.“ In der Gesamtbetrachtung war der Büdelsdorfer Trainer dann auch nicht unzufrieden, wenn er auch zugestand: „Wenn man im Halbfinale steht, will man natürlich auch den letzten Schritt gehen. Wir wären gerne zu den Norddeutschen Meisterschaften gefahren, aber dennoch war es eine runde Sache.“ Auch im zweiten Halbfinale gab es einen nordfriesischen Sieg: Die SG Eiderstedt gewann mit 2:1 gegen das „Team Iron“.

Im Endspiel nahmen die Eiderstedter dann doppelt Revanche, denn außer in der Vorrunde in Todenbüttel hatten sie auch schon im Finale der Futsal-Kreismeisterschaft des Kreisfußball-Verbands Nordfriesland gegen Frisia verloren. Mit einem sehenswerten Freistoßtreffer gelang Ron Reichardt der viel umjubelte 1:0-Siegtreffer für die SGE, die bei ihrer ersten Finalturnierteilnahme gleich den Futsal-Landesmeistertitel holte. Eiderstedts Coach Nils Tolk verteilte ein Extralob an seinen Keeper Andre Spreckelsen, der zum besten Torhüter des Turniers gekürt wurde. Als bester Feldspieler des Turniers wurde Lindholms Jannik Drews ausgezeichnet. Beide Finalisten von Todenbüttel haben sich für die Norddeutsche Meisterschaft qualifiziert, die am Sonnabend in Bad Bramstedt stattfindet. „Da werden nun also zwei nordfriesische Mannschaften Schleswig-Holstein vertreten“, stellte SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer bei der Siegerehrung fest. „Das ist eine tolle Sache.“


Finalergebnisse:

Halbfinale: Büdelsdorfer TSV – SV Frisia 03 Risum-Lindholm 1:3. SG Eiderstedt – Team Iron 2:1.

Sechsmeter-Schießen um Platz 3: Büdelsdorfer TSV – Team Iron 3:1. Finale: Frisia 03 Risum-Lindholm – SG Eiderstedt 0:1.

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