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Landeszeitung

24. August 2017 | 11:07 Uhr

Norddeutsche Originale vor der Kamera

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Binnenland will sich mit Imagefilmen bei YouTube präsentieren / In Kurzportraits stellt jeweils ein Einwohner sich und seinen Lieblingsplatz vor

Unter dem Titel „Mein Lieblingsplatz“ werden derzeit in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge mehrere Imagefilme gedreht. In Kurzportraits stellt jeweils ein Einwohner sich und die von den drei Wasserläufen geprägte Region vor. Das Augenmerk wird dabei auf den typisch norddeutschen Charakter der Protagonisten gelegt. Damit will das Binnenland Schleswig-Holsteins Touristen und Tagesgästen echte Geheimtipps im Grünen aufzeigen. Wenn sie fertig sind, werden die Filme unter anderem auf der Internetplattform „YouTube“ veröffentlicht.

Kurz hinter der Hohner Fähre hatte die Filmcrew von der Blockhaus Filmproduktion einen sonnigen Drehtag mit dem Angler Hermann Böhrnsen. Etwa vier Stunden dauerte es, bis alle Motive im Kasten waren. Dabei galt es, Aufnahmen des Petrijüngers bei seiner Lieblingsbeschäftigung mit Impressionen von der Eider zu verbinden. Für eine gewisse Zeit durfte Böhrnsen es sich im Campingstuhl bequem machen. Lange währte die Ruhe aber nicht. Denn obwohl Angeln für gewöhnlich zu den entspannteren Sportarten gehört, bedeutete der Filmdreh für den Protagonisten vor allem Arbeit.
Verschiedene Tätigkeiten wie das Vorbereiten der Ausrüstung und das Anmischen des Futters mussten mehrfach wiederholt werden. Auch die Angel warf Böhrnsen häufiger aus als sonst. Außerdem stand ein Interview auf dem Drehplan. Damit stellte der sympathische Angler sich und seinen Lieblingsplatz vor. „Von außen glaubt man gar nicht, was in so einem kurzen Video alles drinsteckt“, stellt er später fest. „Bis da alles stimmt, wird einiges an Arbeit investiert.“ Ihm hat der Dreh großen Spaß gemacht. Mit seiner natürlichen und unbeschwerten Art fiel es ihm sichtlich leicht, vor der Kamera zu Angeln. Und das sogar mit Erfolg: Er zog mehrere kleine Barsche an Land. Auf die Frage hin, ob er noch einmal mitmachen würde, entgegnete Böhrnsen ganz norddeutsch: „Na sicher!“. Jetzt ist er gespannt auf das Ergebnis.

Bis Ende September sollen alle „Lieblingsplatz“-Filme gedreht und geschnitten sein. Dann werden sie unter anderem auf der Internetplattform YouTube veröffentlicht und für die Saison 2015 beworben. Für Malte Blockhaus von der Blockhaus Filmproduktion sind die „Lieblingsplätze“ ein persönliches Projekt. „Wir haben es ja mit ganz normalen Menschen ohne Kameraerfahrung zu tun. Von Fernsehdrehs kenne ich das schon, aber da hat man immer Zeitdruck und muss den Plan möglichst schnell abarbeiten. Hier können wir viel entspannter herangehen und die Protagonisten gewöhnen sich in Ruhe an die neue Situation.“ Die Interviews nimmt Blockhaus immer am Ende auf. „Dann kennt man sich besser und wir bekommen genau die lockere Atmosphäre, die wir brauchen.“ Ein weiterer Blickfang sind die Naturaufnahmen mit einer Kameradrohne, die nach Absprache mit dem Umweltschutz auch in Naturschutzgebieten eingesetzt werden darf.

Die Kieler Blockhaus Filmproduktion hat sich auf das Projekt beworben, das die Stadt Friedrichstadt ausgeschrieben hat. In Kooperation mit den Touristikern aus der Region wird es jetzt umgesetzt. Insgesamt zehn „Mein Lieblingsplatz“-Filme werden gedreht. Unter anderem dabei sind die Bargener Fähre, der Tarper Eulenwanderweg und Stand-up-Paddeln in den Friedrichstädter Grachten. Ziel des Projektes ist die touristische Bewerbung der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge mit Impressionen ihrer Naturschauplätze. Im Mittelpunkt steht neben der Natur der Mensch – verkörpert durch norddeutsche Originale, die ihre persönlichen Geheimtipps vorstellen. Grundlage ist die EU-Fördermaßnahme „Marketingoffensive zur Optimierung und Bündelung der touristischen Strukturen in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge und dem Grünen Binnenland“.

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erstellt am 11.Aug.2014 | 12:40 Uhr

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