1000 Werke von 200 Künstlern : NordArt mit glänzendem Auftakt

Die Skulptureninstallation „Der Fluss fließt nach Osten“ der Künstlerin Xiang Jing zog viele Blicke auf sich. Ein Besucher fragte: „Warum haben die Menschen keine Paddel?“Die Kunstwerke der NordArt waren dicht umlagert.
Die Skulptureninstallation „Der Fluss fließt nach Osten“ der Künstlerin Xiang Jing zog viele Blicke auf sich. Ein Besucher fragte: „Warum haben die Menschen keine Paddel?“Die Kunstwerke der NordArt waren dicht umlagert.

Zur Eröffnung am Sonnabend kamen mehr als 3000 Besucher. Landtagspräsident: „Begegnungsort für internationale Künstler“.

shz.de von
11. Juni 2018, 09:43 Uhr

Büdelsdorf | 1000 Werke von 200 Künstlern aus 50 Nationen mit einem besonderen Blick auf die Tschechien sind seit Sonnabend in Büdelsdorf zu sehen. Die historischen, insgesamt 22 000 Quadratmeter großen Hallenschiffe der ehemaligen Eisengießerei Carlshütte und der angrenzende Park sind bei der 20. NordArt das besondere Ambiente. Zur Eröffnung einer der größten europäischen Ausstellungen für moderne Kunst kamen mehr als 3000 Besucher.

Für die Gastgeber der NordArt, das Unternehmerehepaar Hans-Julius und Johanna Ahlmann, und die Kuratoren Wolfgang Gram und Inga Aru fand der schleswig-holsteinische Landtagspräsident Klaus Schlie lobende Worte. „Die NordArt ist „der Ort“ für internationale Kunst im Norden. Sie ist aber auch „der Begegnungsort“ für internationale Künstlerinnen und Künstler.“ Diese internationalen Kunstbeziehungen hätten mittlerweile auch eine länder- und völkerverbindende Dimension erreicht haben. Der jährliche Länderfokus der NordArt habe dauerhafte Verbindungen aufgebaut, die Früchte trägt, betonte Schlie. Die NordArt sei immer auch eine künstlerische „Standleitung“ nach China, nach Russland und in andere Teile der Welt gewesen. „Wenn „gute Diplomatie“ eine Kunst ist, dann kann „gute Kunst“ auch Diplomatie sein“, stellte Schlie fest.

Hans-Julius Ahlmann erinnerte in seiner Rede an den im vergangenen Jahr verstorbenen Bildhauer Jan Koblasa, dem eine Retrospektive in der Wagenremise gewidmet ist. „Er hat uns vor 20 Jahren ermutigt, diesen Weg zu gehen“, betonte Ahlmann. Koblasas Schüler Jörg Plickat, den diesjährigen Gewinner des NordArt-Preises, bezeichnete Ahlmann als „wichtigen Mann seit Beginn“. Der Büdelsdorfer Bürgermeister Rainer Hinrichs kündigte an, zum diesjährigen Jubiläum zwei Künstlern der NordArt kostenlos Wohn- und Atelierräume im neuen Künstlerhaus in der Hollerstraße anzubieten.

Nach der offiziellen Eröffnung strömten die Besucher in die Ausstellungshallen – und waren durchweg begeistert, so wie Mona Haake aus Kiel. Sie war zum ersten Mal auf der NordArt und erstaunt über die Vielseitigkeit der Kunstwerke. „Für mich als Hobbykünstlerin sind die Kunstwerke sehr inspirierend.“

Die Rendsburgerin Kimberly Hinrichs war besonders von dem riesigen „Phoenix“ aus Schrott angetan. „Es ist cool, was man alles aus Altmetall machen kann“, meinte die Rendsburgerin. „Und die Location ist schon etwas ganz Besonderes.“ Lea-Sophie Ruff kennt die NordArt als ehemalige Mitarbeiterin seit einigen Jahren. „Aber es gibt immer etwas Neues zu entdecken.“

>Die NordArt ist bis zum 7. Oktober geöffnet. Weitere Informationen unter www.nordart.de

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