Neue Tournee : Nonnen, Gangster und Hippies

Beim Geldzählen: Sabine Bushell, Wiebke Hollerbuhl, Birgit Köpcke und Frauke Müller (v.l.).
1 von 2
Beim Geldzählen: Sabine Bushell, Wiebke Hollerbuhl, Birgit Köpcke und Frauke Müller (v.l.).

„Aukroger Speelkrink“ geht nach zweijähriger Pause wieder auf Tournee. Premiere am 6. Februar.

shz.de von
16. Januar 2015, 06:00 Uhr

Die Fans des Aukroger Speelkrinks können aufatmen: Nach fast drei Jahren Pause geht die VHS-Theatertruppe am 6. Februar wieder mit einer plattdeutschen Komödie auf Tournee. „Nix as Nonnen“ heißt der Dreiakter, den die Hobbymimen derzeit einüben und bei dem es nicht nur um Nonnen, sondern auch um Gangster, Hippies und vor allem um einen Koffer voller Geld geht.

1979 begannen die alljährlichen Theatertourneen des Aukroger Speelkrinks, und als im März 2012 die Aufführungen von „Mien Appelsnut ut Altona“ zu Ende gingen, konnte noch keiner ahnen, dass der Vorhang für ziemlich lange Zeit gefallen war. „Aus unterschiedlichen Gründen hatten wir nicht genug Spieler“, erklärt Regisseurin Margrit Kock-Böttke, warum die Tourneen 2013 und 2014 abgesagt werden mussten. Ganz ohne ihre Lieblingsmimen mussten die Speelkrink-Fans aber auch in den vergangenen beiden Jahren nicht auskommen: Die Aukruger VHS-Theaterspieler mischten 2012, 2013 und 2014 beim „Spektakel op Platt“ in Hohenwestedt mit und konnten den „groten platten Pott“ 2013 sogar mit nach Hause nehmen.

Vor ziemlich genau einem Jahr habe es eine Krisensitzung gegeben, berichtet Margrit Kock-Böttke: „Da haben wir zusammengesessen und gesagt: ‚Entweder wir spielen wieder – oder wir lösen die Gruppe auf‘.“ Die drohende Auflösung konnte abgewendet werden. „Frauke Müller und ich waren überrascht, dass alle unsere Mitstreiter wieder spielen wollten“, vermerkt Margrit Kock-Böttke, „wir haben dann sofort begonnen, ein Stück auszusuchen.“ Die Wahl der beiden Regisseurinnen, die dann auch von den Schauspielern gebilligt wurde, fiel auf eine plattdeutsche Komödie von Heidi Faltlhausen und Gerd Meier: „Nix as Nonnen“. Auch ein Probenraum fand sich schnell. „Unsere Betüddeltante Dörte Pardemann hat bei der Schulleiterin angefragt, und dann hat man uns ganz unproblematisch die Schulaula zur Verfügung gestellt“, erzählt Margrit Kock-Böttke.

Seit Oktober wird das neue Stück geprobt, dessen Inhalt Jörg Bracker wie folgt zusammenfasst: „Ein Nonnenkloster hat ein Haus geerbt und will es bewohnbar machen, aber da haben sich schon Gangster und Hippies eingenistet.“ Im Zentrum des Geschehens steht ein Koffer voller Geld, um den sich die Gangster (Finja Böttke, Manny Stuck, Jörg Bracker, Hermann Reimers), die Nonnen (Frauke Müller, Wiebke Hollerbuhl), die Hippies (Birgit Köpcke, Sabine Bushell) und deren Guru (Thies Reimers) balgen. „Der 3. Akt war uns ein bisschen zu langatmig, weshalb wir ihn um ein gutes Drittel gekürzt haben“, berichtet Bracker. Die Gesamtspieldauer beträgt jetzt etwa anderthalb Stunden.

Die Premiere von „Nix as Nonnen“ findet am 6. Februar (21 Uhr) im „Asper Krug“ in Timmaspe statt, wo das Stück auch am 7. Februar (21 Uhr) und 8. Februar (13 Uhr) aufgeführt wird (Vorbestellungen im „Asper Krug“). Die weiteren Tourneetermine: 12. und 13. Februar (jeweils 20 Uhr) in „Kühls Gasthof“ in Wasbek und 17. Februar (20 Uhr) im Gasthof „Ritzebüttel“ in Nortorf. Zum Abschluss spielt der Speelkrink dann noch dreimal auf seiner Heimatbühne im „Tivoli“ in Aukrug-Innien: am 20. und 21. Februar (jeweils 20 Uhr) sowie am 22. Februar (14 Uhr). Karten kosten fünf Euro. Tickets für die Aufführungen in Aukrug, Wasbek und Nortorf sind bei „Skribo menschen~bauen~leben“ im „Markant“-Markt in Aukrug erhältlich. Karten für die Wasbeker Termine gibt es bei „De Buurn Bäcker“ (Wasbek), Karten für das Nortorfer Speelkrink-Gastspiel zusätzlich bei „Skribo menschen~bauen~leben“ in Nortorf und im „Ritzebüttel“.


zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen