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1. Basketball-Regionalliga : Noch reichlich Luft nach oben

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Rendsburg Twisters verlieren bei Heimspielpremiere gegen SC RASTA Vechta mit 63:77.

shz.de von
erstellt am 28.Sep.2015 | 11:00 Uhr

So hatten sich die Rendsburg Twisters ihre Heimpremiere in der 1. Basketball-Regionalliga nicht vorgestellt. Statt mit den Fans einen Sieg über Aufsteiger SC RASTA Vechta zu feiern, schlichen die Schützlinge von Trainer Bjarne Homfeldt nach Spielschluss mit hängenden Köpfen vom Parkett der Rendsburger Herderhalle. Homfeldt hatte im Vorfeld der Partie vor der Stärker Niedersachsen gewarnt („Das ist der vermutlich beste Aufsteiger.“) und deren Qualitäten hervorgehoben. Nach den 40 hart umkämpften Minuten dürfte er sich bestätigt fühlen, wenngleich Mannschaftskapitän Morris Brodersen einräumte, dass der Gegner schlagbar gewesen sei. „Sicherlich war Vechta eine Klasse besser als Bremerhaven vor einer Woche, aber das Spiel hätten wir nicht verlieren müssen.“

Denn die Pleite war mehr dem eigenen Unvermögen denn der Stärke des Gegners geschuldet. Vor allem im Angriff stockte der Motor der Twisters gewaltig. „Wir haben schlecht zusammen gespielt. Das war alles recht zäh. Es kam überhaupt kein richtiger Spielfluss bei uns auf“, meinte Brodersen. Mit einer kompakten, aggressiven Deckung erstickten die Gäste jede gute Angriffsaktion der Twisters bereits im Ansatz. „Es war sicherlich nicht von Vorteil, dass wir vergangene Woche schon im Bremerhaven gespielt haben, während Vechta spielfrei war. So konnten sie uns auf dem Videoportal, auf dem unser Spiel gegen Bremerhaven zu sehen ist, studieren und sich eine Woche lang intensiv auf uns vorbereiten. Die kannten jeden unserer Spielzüge und haben großen Verteidigungsdruck auf uns ausgeübt. Wir sind noch nicht soweit, dass bei uns die Automatismen in Bedrängnis klappen“, meinte Homfeldt mit Blick auf die kurze und durchwachsene Vorbereitungsphase. Erst Anfang August hatte der Twisters-Coach seinen Kader zusammen. „Uns fehlen noch ein paar Einheiten, bis jeder weiß, was der andere macht.“ Und deshalb ist das Gute an der Niederlage: Die Twisters haben noch reichlich Luft nach oben.

Auch wenn spielerisch am Sonnabend wenig zusammenlief, so lobte Homfeldt die kämpferischen Qualitäten seines Teams. „Keiner hat sich hängen lassen, alle haben gefightet. Das war vielleicht nicht schön anzusehen, aber unheimlich intensiv. Wer kampfbetonte Spiele liebt, der dürfte sein Kommen nicht bereut haben.“ Bis zum Seitenwechsel begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Die Entscheidung fiel zwischen der 21. und 30. Minute, als sich Vechta von 32:31 auf 55:44 löste. Zwar stellten die Rendsburger mit Beginn des Schlussviertels noch einmal ihr Abwehrsystem um und kamen zu schnellen Ballgewinnen, konnten daraus aber zu wenig Kapital schlagen. Die Effektivität unter dem gegnerischen Korb war zu schwach, um dem Spiel noch einmal einen Wende geben zu können. Lediglich 36 Prozent aller Würfe fanden gegen Vechta ihr Ziel, die Gäste kamen ihrerseits auf eine Quote von 48. Brodersen: „So kann man natürlich kein Spiel gewinnen.“

Rendsburg Twisters: Brodersen (1), Menges (n.e.), Daugs (13), Billups (12/2x3), Hillner (10/3x3), Sopha (5), Schleth (n.e.), Schlemmer (2), Rixen, Klevemann (3), Geist (15), Ruppert (2).

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