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Handball-Oberliga der Männer : Noch ein weiter Weg bis zum Klassenerhalt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der TSV Alt Duvenstedt überwintert auf einem Abstiegsplatz in der Handball-Oberliga der Männer. Der TSV verlor das Derby bei der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg mit 23:28 (10:14), die ihrerseits als Tabellenneunter in die Weihnachtspause geht.

Der TSV Alt Duvenstedt überwintert auf einem Abstiegsplatz in der Handball-Oberliga der Männer. Der TSV verlor das Derby bei der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg mit 23:28 (10:14), die ihrerseits als Tabellenneunter in die Weihnachtspause geht. „Man hat deutlich gesehen, dass unser Training der letzten Wochen viel gebracht hat. Wir haben geduldig gespielt, viel besser als zuletzt auch die Außen einbezogen und die Tempogegenstöße der Alt Duvenstedter verhindert. Das hat richtig Spaß gebracht“, freute sich HSG-Trainer Gunnar Kociok. Kocioks durchweg positiven Eindruck des Derbys teilte Thomas Carstensen keineswegs. „Das war eine Partie auf schlechtem Oberliganiveau, purer Abstiegskampf. Beiden Mannschaften war die Nervosität deutlich anzumerken. Das Niveau wurde nur noch von den Schiedsrichtern unterboten“, schimpfte der Alt Duvenstedter Trainer.

Das Zeitstrafenverhältnis von 2:10 gegen seine Mannschaft raubte ihm den Nerv, besonders aber echauffierte er sich über eine seiner Ansicht nach fehlende klare Linie des Gespanns Bruse/Engel. Als eklatantestes Beispiel sah er die Rote Karte gegen Christian Eichstädt, die Eichstädt in der 33. Minute im Abwehrspiel für einen Schlag in Niklas Ranfts Gesicht erhielt. „Die Aktion war rotwürdig, das stelle ich nicht infrage, nur was danach passierte, geht nicht“, sagte er. Nach Carstensens Aussage habe es erst geheißen, Eichstädt erhalte eine Matchstrafe, dann sei aufgrund einer verbalen Auseinandersetzung über den Verbleib oder Nichtverbleib des Spielmachers in der Halle doch noch entschieden worden, die Aktion als Unsportlichkeit in den Spielbericht einzutragen. „Das kann man nicht machen, denn das hatte mit der Abwehraktion gar nichts zu tun, sondern war nur die Revanche dafür, dass Eichi nicht aus der Halle gehen wollte. Außerdem hat der Schiri ihn noch zusätzlich beleidigt – und da frage ich mich, wie ich da meine Spieler beruhigen soll“, ärgerte sich Carstensen, war dann aber selbst Sportsmann genug, den Fokus zurück auf die Leistung seiner Jungs zu lenken, um klar festzustellen: „Wir selbst haben aber auch zu schlecht Handball gespielt, um das Spiel zu gewinnen. Das lag nicht nur an den Schiedsrichtern.“

Bis zur Halbzeitpause war aus Alt Duvenstedter Sicht noch nicht viel „angebrannt“. Nach ausgeglichenem Beginn (7:7) konnte sich Westerrönfeld auf 14:10 absetzen, was nicht unerreichbar weit weg ist. Ein besonderer Glücksgriff für die gesamte Partie war ein Wechsel Kocioks, der schon in der achten Minute Bastian Burchert ins Tor stellte. Im Nachhinein erhielt der Keeper für seine gute Leistung das Lob beider Trainer. In der zweiten Halbzeit fand Westerrönfeld im Gegensatz zum Gegner zu einer klareren Linie und warf sich in kurzer Zeit einen komfortablen Vorsprung heraus (19:13, 22:16, 26:19), der bis zum Abpfiff Bestand hatte. „Vor allem in den entscheidenden Crunchtime-Phasen waren wir nicht da, sondern haben vor allem gegen Dennis Schrader und Jens Woldt immer wieder Zweikämpfe verloren“, kritisierte Carstensen.

Nun ist Winterpause in der Oberliga, die die Alt Duvenstedter auf einem Abstiegsplatz verbringen müssen. „Es ist jetzt nicht so wichtig, ob Abstiegsplatz oder nicht. Wichtig ist, dass acht Punkte in der Hinserie viel zu wenig sind und wir zusehen müssen, stabiler zu werden, um häufiger zu gewinnen“, sagte Carstensen. „Ich bin heilfroh, dass wir das Spiel gewonnen haben, es wäre nicht auszudenken, wenn das schief gegangen wäre“, atmete Kociok durch, doch auch sein Team hat noch einen weiten Weg bis zum Klassenerhalt vor sich.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Burchert, Martensen – Moreau, Hohnsbehn, Schrader (2), Jüschke (3), C. Cohrt (2), Woldt (12/8), Jöhnk (2), Cardis (4), F. Cohrt (1), Ranft (2), Dethlefsen.
TSV Alt Duvenstedt: Klapdor, Koch, Quarck – Frahm, Koslowski (1), Müller (2), Schwarz (7), Eichstädt (5/4), Palkus, Buechler, Petersen, Voß (3/1), Dau (3), Höpfner (2/1).

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