zur Navigation springen

Handball-Landesliga : Niederlage in letzter Sekunde

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Handballerinnen der HSG Hamdorf/Breiholz kassieren den entscheidenden Gegentreffer gegen den Tabellenzweiten Preetz kurz vor dem Abpfiff.

shz.de von
erstellt am 21.Jan.2014 | 18:00 Uhr

30 Minuten lang schnupperte das Tabellenschlusslicht der Handball-Landesliga Mitte der Frauen, der MTV Dänischenhagen, an einer Sensation. Beim Tabellenführer in Alt Duvenstedt führte der Außenseiter zur Pause mit 16:13. Am Ende aber ließ der TSV dem Kontrahenten keine Chance und setzte sich doch noch klar mit 32:22 durch. Für Überraschungen sorgten andere Mannschaften aus dem Rendsburger Umland. So setzte sich der TSV Owschlag II mit 30:21 (10:11) gegen die HSG Mönkeberg/Schönkirchen durch. Erfolgreich war auch die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg. Der Aufsteiger gewann gegen die HSG Holstein /Kronshagen II mit 29:27 (16:12). Vom Pech verfolgt war dagegen die HSG Hamdorf/Breiholz. Gegen den Preetzer TSV ging die Partie knapp mit 23:24 (11:11) verloren. Für die HSG Fockbek/Nübbel könnte die neuerliche Niederlage beim Münsterdorfer SV (24:30) noch ernsthafte Folgen haben. Es war das erste von einigen Schlüsselspielen im Abstiegskampf, das das Team eigentlich gewinnen wollte.

TSV Alt Duvenstedt – MTV Dänischenhagen 32:22 (13:16)

Der Tabellenführer hatte das Schlusslicht wohl einfach nicht so richtig auf der Rechnung. Im ersten Spielabschnitt lief beim TSV nichts zusammen. „Wir haben uns in Abwehr und Angriff selbst im Weg gestanden“, sagte Duvenstedts Finja Rathmann. Die 16:13-Pausenführung der Gäste war verdient. Nach dem Wechsel stellte der TSV die Abwehr von 6:0 auf 5:1 um. Jetzt kam endlich Bewegung ins Spiel. Beim 16:16 glich der TSV aus und setzte sich in der Folge deutlich über 23:18 bis auf 32:22 ab.

Tore für den TSV Alt Duvenstedt: B. Müller (13), C. Schröder (6), Sell (4), Drews (3), F. König (2), Schlimbach (2), Kiehn und Ramm (je 1).
 

TSV Owschlag II – HSG Mönkeberg/Schönkirchen 30:21 (10:11)

„Meine Mannschaft präsentierte sich gegenüber den letzten Spielen deutlich verbessert“, meinte Owschlags Trainer Sönke Marxen. Das hing auch mit dem Einsatz von Lea Claußen aus der A-Jugend zusammen, die viel Verantwortung übernahm und den TSV mit ihren zehn Treffern schließlich auf die Siegerstraße führte. Lange Zeit war die Partie ausgeglichen. Nach dem 17:17 zündete der TSV Owschlag den Turbo und setzte sich auf 22:17 ab. „Damit war die Messe gelesen“, freute sich Marxen, dass sein Team sogar noch eine Schippe drauflegte und von 25:20 auf 30:21 wegzog.

Tore für den TSV Owschlag II: Claußen (10), Willner (6), Stachowski (5), Schäfer (5), Greinke (2), Zelle und Brandt (je 1).

HSG Schülp/W’feld/RD – HSG Holstein/Kronshagen II 29:27 (16:12)

Westerrönfelds Trainer Dany Jüschke hatte sich etwas Besonders einfallen lassen und überraschte damit nicht nur den Gast, sondern auch die eigene Mannschaft. Die aber kam bestens damit zurecht, dass Nele Laßen auf der ungewohnten rechten Rückraumposition spielte und dort ihre beste Saisonleistung ablieferte. „Wir haben uns als geschlossene Einheit präsentiert“, freute sich der Coach der Gastgeberinnen. „Endlich haben wir einmal unsere Chancen genutzt“, so Jüschke. Zu seiner Freude verwandelte sein Team auch alle Siebenmeter. Das Heimteam erkämpfte sich frühzeitig die Führung und gab sie auch trotz heftigster Gegenwehr der Gäste nicht wieder ab. „Für uns war es ein wichtiger Sieg zum richtigen Zeitpunkt“, erhofft sich Jüschke von diesem Erfolg eine Signalwirkung.

Tore für die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Jöhnk (13/7), Laßen (6), Wallmann-Sievers (4), Schmalfeld (3), I. Bielfeld, Krysik (2/1) und Sienknecht (1).

HSG Hamdorf/Breiholz – Preetzer TSV 23:24 (11:11)

„Ein Unentschieden wäre dem Spielverlauf gerechter geworden“, haderte HSG-Trainer Robert Wichmann mit dem Schicksal. Seine Mannschaft lieferte den Preetzerinnen einen großen Fight. Die Partie war über die gesamte Spielzeit äußerst eng. „Wir haben es beim 20:18 versäumt, uns den entscheidenden Vorsprung herauszuspielen“, musste Wichmann mit ansehen, wie die Gäste wieder herankamen und zum 23:23 ausglichen. Die Entscheidung fiel dann buchstäblich in letzter Sekunde. Die HSG nutzte ihre Chancen nicht, und Preetz warf zum 24:23 ein.

Tore für die HSG Hamdorf/Breiholz: Wichmann (7), Thöming (4), Peters (4), Gerdt (3), Kruse (2), Hansen (2) und Carstens (1).

Münsterdorfer SV – HSG Fockbek/Nübbel 30:24 (15:15)

„Wir haben in der ersten Halbzeit zahlreiche Chancen herausgespielt, es aber versäumt diese zu nutzen“, sprach HSG-Trainer Pierre Joppien von mindestens sechs Hundertprozentigen, die sein Team versiebt hatte. „So stand es zur Pause statt eines klaren Vorsprungs für uns nur 15:15“, ahnte der Coach nach 30 Minuten, was im zweiten Spielabschnitt folgen würde. „Wir haben die Pause aufs Feld verlegt“, unkte Joppien. Sein Team kassierte unmittelbar nach Wiederbeginn vier schnelle Gegentreffer zum 15:19. Als Münsterdorf im weiteren Verlauf dann von 24:20 auf 29:21 davonzog, war die Partie entschieden.

Tore für die HSG Fockbek/Nübbel: Benckwitz (7), D. Scheller (6), Witt (3), Schindelbeck (2), Ehlers (2), Shala (2), Stolley und Imme (je 1).

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen