zur Navigation springen

Handball-Oberliga : Nicht schön, aber erfolgreich

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Eider Harde holt beim 27:24 über Schlusslicht Fischbek zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Oberliga der Männer. Erfolgreichster Werfer auf Seiten der Gastgeber war Ulf Thöming mit zehn Toren.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2015 | 06:00 Uhr

Freunde des gepflegten Handballs werden bei den Spielen der HSG Eider Harde in dieser Saison wohl nicht mehr auf ihre Kosten kommen. Für Ästhetik sind in der Oberliga der Männer andere Teams zuständig. Auch beim 27:24 (10:6)-Pflichtsieg über das ebenso biedere Schlusslicht TV Fischbek versprühte das Team um Mannschaftskapitän Jörg Gosch wenig Esprit in der heimischen Werner-Kuhrt-Halle. „Für die Zuschauer war das sicher nicht schön anzusehen. Wir haben mehr Handball gearbeitet als gespielt. Aber was zählt, sind einzig und allein die beiden Punkte. Und die haben wir geholt“, meinte Gosch mit Blick auf die Tabelle. Durch den Sieg bleiben die Eider-Handballer in Schlagdistanz zu den Nichtabstiegsplätzen.

Den Grundstein für den späteren Erfolg legten die Gastgeber dank einer starken Abwehrleistung vor dem Pausenpfiff. Die schlechteste Defensive der Liga ließ in den ersten 30 Minuten lediglich sechs Treffer der Hamburger zu. „Da haben sich die Jungs hinten den Arsch aufgerissen“, formulierte es Trainer Christian Gosch auf etwas drastische Weise. Ein Sonderlob hielt er dabei für Torhüter Simon Treziak parat, der bis zum Seitenwechsel bereits zehn Würfe der Gäste, die lediglich beim 1:0 in Führung lagen, pariert hatte. „Das war erste Sahne. Er hatte großen Anteil an unserer Führung“, so Gosch. Weniger zufrieden war der Coach zunächst mit der Offensivleistung seiner Schützlinge. „Wir haben uns leider nicht für unsere gute Arbeit in der Abwehr belohnt.“ Zehn Tore vor dem Seitenwechsel waren die ganze Ausbeute. „Wir hätten eigentlich viel höher führen müssen“, gab auch Jörg Gosch zu und nahm sich selbst nicht aus von der Kritik. „Auch ich habe vorne Grütze gespielt.“

Im zweiten Durchgang lief es im Angriff vor allem dank des reaktivierten Ulf Thömings besser. Gosch schenkte der „Leihgabe“ aus der dritten Mannschaft von Beginn an das Vertrauen, und der dankte es seinem Coach mit insgesamt zehn Toren. Gosch: „Ulf war heute einer unserer Trümpfe. Er hat seine Sache sehr gut gemacht.“ In gleichem Maße, wie sich die Offensive nach Wiederanpfiff steigerte, offenbarte die Defensive nun immer mehr Mängel. In den zweiten 30 Minuten kassierten die Gastgeber dreimal so viele Treffer wie im ersten Spielabschnitt. Vor allem Fischbeks Spielertrainer Roman Judycki deckte die Mängel in der HSG-Abwehr auf. Der ehemalige polnische Nationalspieler und Ex-Profi des HSV Handball narrte immer wieder seine Gegenspieler einschließlich Keeper Treziak. Christian Gosch: „Da hat man seine ganze Klasse gesehen. Er hat die Schwächen meiner Jungs schonungslos ausgenutzt.“ Die Gastgeber gerieten aber zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr, das Spiel noch aus der Hand zu geben, dafür war das Schlusslicht dann doch zu schwach. Näher als auf drei Tore (18:15, 19:16, 26:23) kam der TV nicht heran. Die HSG bekam allerdings auch nie die nötige Ruhe in ihr Spiel. „Selbst bei einer Sechs-Tore-Führung agieren wir viel zu hektisch“, monierte Christian Gosch, für den allerdings das Ergebnis im Vordergrund stand und nicht der Weg dorthin. „Das war heute vielleicht nicht immer schön, aber erfolgreich.“

HSG Eider Harde: Dobratz, Treziak - Thöming (10), Oettershagen (1), Behmer (3), Oeltjen (3), Hell, Reinsch, Bendixen (3), Petersen, Plöhn (2), Brown, Gosch (5/5).

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert