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Kreis Rendsburg-Eckernförde : Nicht einmal jede zehnte Zulassung ist ein Neuwagen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im vergangenen Jahr gab es 97 281 An- und Ummeldungen. Nur 9182 davon waren neue Fahrzeuge.

shz.de von
erstellt am 25.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Die Zahl der Autos im Kreis Rendsburg-Eckernförde ist stabil. Darauf lässt die Zulassungsstatistik der Verkehrsbehörde des Kreises für das Jahr 2013 schließen. Demnach nimmt der Anteil an Neuwagen jedoch leicht ab. Gut steht der Kreis bei neuen Technologien da: Im Vergleich mit direkten Nachbarn gibt es mehr Elektroautos und Hybridfahrzeuge.

Insgesamt hat die Zulassungsbehörde im vergangenen Jahr 97 281 Fälle bearbeitet. Das sind 862 mehr als im Jahr 2012. Gegenüber 2011 war die Zahl damals noch geringfügiger gestiegen.

Aus der Statistik von Fachdienstleiter Günter Wischnewski geht hervor, dass die Autofahrer im Kreis immer weniger Neuwagen anmelden. Während es vor zwei Jahren noch über 10 000 waren, sank die Zahl auf 9541 im Jahr 2012 und auf 9182 im vergangenen Jahr. Das entspricht einem Anteil von 9,43 Prozent aller Zulassungen.

Die Zahl aller Fahrzeuge, die im Kreis Rendsburg-Eckernförde angemeldet sind, beläuft sich auf 234 581. Den größten Anteil daran haben Autos mit 164 231 Stück. Zudem gibt es 32 212 Anhänger, 14 652 Motorräder, 10 035 Trecker und andere landwirtschaftliche Maschinen und 10 011 Lastwagen. Außerdem sind im Kreisgebiet 1148 Oldtimer angemeldet. Sie sind am „H“ nach der Ziffernfolge auf dem Kennzeichen zu erkennen.

Doch die Herkunft der Autos ist seit einiger Zeit nicht mehr unbedingt am Nummernschild zu erkennen. Inzwischen ist es möglich, bei einem Umzug aus einem anderen Kreis in Schleswig-Holstein sein Kennzeichen einfach zu behalten. 6281 Fahrer machten davon Gebrauch: Sie sind zwar in Rendsburg-Eckernförde gemeldet, ihr Auto trägt aber noch „KI“, „SL“ oder „HEI“. „Manche Einwohner melden sich sogar nur für einen Tag in einem anderen Kreis an, um den Anspruch auf ein anderes Kennzeichen zu bekommen“, sagt Günter Wischnewski. Andersherum wohnt nicht jeder Besitzer, dessen Auto ein Nummernschild mit der Kennung „RD“ oder „ECK“ trägt, im Kreis Rendsburg-Eckernförde: „5225 ehemalige Einwohner aus dem Kreis haben ihr Kennzeichen mitgenommen“, sagt Fachdienstleiter Wischnewski. Insgesamt gibt es im Kreis 216 119 „RD“- und 11 599 „ECK“-Kennzeichen.

Gegenüber dem gesamten Fahrzeugbestand fällt der Anteil der Elektroautos sehr klein aus: Insgesamt gibt es 41. Das entspricht nicht einmal einem halben Prozent der Neuzulassungen. Die Bundesregierung möchte erreichen, dass in sechs Jahren zwei Prozent aller Autos elektrisch angetrieben werden. Doch im Vergleich zu den Nachbarn steht Rendsburg-Eckernförde bei den absoluten Zahlen gut da. In den Kreisen Schleswig-Flensburg und Steinburg ist der Anteil offenbar verschwindend gering, so dass die Zahl gar nicht erhoben wird. Im Kreis Dithmarschen gibt es 28 Elektroautos und in der Stadt Neumünster 14. Bei den Hybridautos sieht es ähnlich aus: In Rendsburg-Eckernförde sorgen in 281 Wagen sowohl Verbrennungs- als auch Elektromotoren für den Antrieb. Im Kreis Dithmarschen gibt es 108 und in der Stadt Neumünster 72 Hybridfahrzeuge.

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