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Handball-Bundesliga der männlichen Jugend A : Nicht chancenlos gegen den Favoriten

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-Bundesliga der männlichen Jugend A bot die HSG Eider Harde Ligaprimus SC Magdeburg vor 337 Zuschauern beim 28:35 Paroli. Bei den Gastgebern überzeugte vor allem der zwölffache Torschütze Jarno Mumm.

Wohl selten hat man sich bei der HSG Eider Harde über eine Niederlage so wenig geärgert wie am vergangenen Sonnabend, als die A-Jugend-Handballer zu Hause gegen den Bundesliga-Spitzenreiter SC Magdeburg mit 28:35 (13:16) verloren hatten. Das Bemerkenswerteste an der Niederlage: Die HSG als Tabellenachter (14:22 Punkte) war nicht chancenlos gegen die Übermannschaft der Liga (34:2), die mit voller Kapelle angereist war.

Mehr noch: Die Eider-Handballer zwangen den Klassenprimus, über 60 Minuten seine beste Besetzung aufs Spielfeld zu schicken. Kurz vor Schluss lagen die Gastgeber nur mit vier Toren hinten. Trainer Thies Schmalfeld zeigte sich vollends zufrieden mit der Leistung seiner Jungs: „Wir haben eine tolle Moral bewiesen.“ Die Zuschauer in der proppevollen Werner-Kuhrt-Halle zollten ihrer Mannschaft mit frenetischem Applaus Respekt. „Die Unterstützung war herausragend“, befand Schmalfeld.

Dabei waren die Voraussetzungen für ein enges Spiel nicht unbedingt gegeben. Für den Langzeitverletzten Micah Kock wäre ein Einsatz zu früh gekommen. Darüber hinaus fiel auch Torjäger Julian Fröhlich mit einer Finger-Blessur aus. Und: Ende der ersten Halbzeit rasselten Bjarne Claußen und Fabian Kiehn zusammen. Beide konnten für den Rest der Spielzeit nicht mehr mitmachen. Claußen musste mit einer Knie-Verletzung sogar ins Krankenhaus, ein MRT-Termin steht noch aus. Trotz der Ausfälle gaben sich die Hausherren nie auf. Bis auf eine kurze Phase nach der Halbzeit und bis auf die Schlussphase betrug der Rückstand eigentlich immer drei bis vier Tore. Beachtlich, da der SC Magdeburg auswärts auch schon Mannschaften von der Kategorie der HSG Eider Harde mit 14 Toren aus der Halle geworfen hatte.

Sehr diszipliniert war der Auftritt der Schmalfeld-Truppe. „Wir haben uns kaum unvorbereitete Würfe genommen, die Abschlüsse sehr gut in Kleingruppen herausgespielt“, bilanzierte der Trainer. Einzelne Spieler aus dem Kollektiv wollte Schmalfeld eigentlich nicht hervorheben. Wenn er müsste, würde er Jarno Mumm (zwölf Tore) und Ole Ahrendt nennen, der auf Rechtsaußen mit vier Toren eine tolle Partie ablieferte.

Der nächste Höhepunkt wirft seine Schatten bereits voraus. Am kommenden Freitag darf die HSG in der großen Flens-Arena (6  300 Zuschauer) gegen die SG Flensburg-Handewitt antreten (Anwurf: 18 Uhr). Im Anschluss spielt die U23 der SG im Derby der 3. Liga gegen den DHK Flensborg. Die Organisatoren erwarten rund 2  000 Zuschauer zu dem Doppel-Event. Bis dato haben die Fans in den Harde-Dörfern etwa 300 Tickets abgenommen. Für bislang Unentschlossene: An der Abendkasse gibt es noch Eintrittskarten.

HSG Eider Harde: Ehlers, Warnecke – Feige, Bartsch (1), B. Claußen (2), Fröhlich, M. Claußen (3), Kiehn, Ahrendt (4), Rohwer (6/2), Mumm (12/1), Oettershagen, Kock.


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