Neustart mit Stephan Lübbers

Der neue Bürgermeister in Owschlag: Stephan Lübbers (links) wurde von Hans-Peter Tams vereidigt. Fotos: Hasler (3)
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Der neue Bürgermeister in Owschlag: Stephan Lübbers (links) wurde von Hans-Peter Tams vereidigt. Fotos: Hasler (3)

„Bürger für Owschlag“ beenden Ära der CDU-Bürgermeister nach 48 Jahren / Christiane Ostermeyer legt Mandat nieder

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13. Juni 2018, 10:50 Uhr

Der neue Bürgermeister freute sich über das große Publikumsinteresse an seiner Amtseinführung: „Es ist ein aufregender und glücklicher Moment für mich“, gestand Stephan Lübbers (BfO). Hans-Peter Tams übernahm als ältestes Mitglied der neugewählten Gemeindevertretung die Vereidigung. Zur ersten Stellvertreterin wurde Kirstin Krey (CDU) gewählt. Martin Schmidt (BfO) wurde zweiter Stellvertreter des Bürgermeisters.

Mit 65,3 Prozent der Stimmen hatte die Wählergemeinschaft „Bürger für Owschlag“ (BfO) bei der Kommunalwahl die absolute Mehrheit gewonnen. „Diesen Zuspruch hätten die größten Optimisten nicht vorhergesehen”, sagte Lübbers. Die BfO löste damit die CDU ab, die seit 1970 ununterbrochen stärkste Fraktion war. Bereits vor der Wahl von Lübbers hatte die bis dahin amtierende Bürgermeisterin Christiane Ostermeyer (CDU) ihr Mandat niedergelegt. „Für mich geht mit der Diskussion um meine Person – ob als stellvertretende Bürgermeisterin oder als Ausschussvorsitzende – und die unverhohlene Ablehnung und Verhinderung durch die Mehrheitsfraktion meine kommunalpolitische Arbeit in Owschlag zu Ende.“ Die Arbeit für die Gemeinde habe ihr in den vergangenen 24 Jahren viel Freude bereitet, und sie hätte gern noch angefangene Projekte, wie zum Beispiel den Umbau der Schule zum Dorfgemeinschaftshaus, zu Ende gebracht. „Vielen Dank für eine schöne Zeit“, sagte sie und verließ den Saal.

Im Vorfeld hatte Ostermeyer sieben Mitglieder geehrt, die aus dem Gremium ausgeschieden sind: Urkunden als Dank für die ehrenamtliche Tätigkeit erhielten Frank Längle (BfO) und Karl-Heinz Staack (SPD). Ein besonderes Dankeschön ging an den Stellvertreter Horst Pötter (SPD), der nach fast zehn Jahren ausschied. Sabine Meyer (FDP) schied nach zehn Jahren ebenfalls aus.

Und auch von zwei „Urgesteinen“ der Kommunalpolitik galt es Abschied zu nehmen: Peter Sievers (SPD) war als Gemeindevertreter seit 1995 tätig und Werner Klinger (SPD) sogar seit 1982.

Per Handschlag hieß Bürgermeister Stephan Lübbers die neuen Gemeindevertreter willkommen. Die BfO kommt auf elf der 17 Sitze in der Gemeindevertretung und die CDU auf sechs Sitze. Als Nachrücker für den sechsten Sitz, der durch Ostermeyers Mandatsniederlegung frei geworden ist, steht Thore Sieck-Pahl auf der Liste. FDP und SPD waren nicht zur Wahl angetreten. Man wolle miteinander und nicht übereinander reden, so der neugewählte Bürgermeister. „Je besser wir zusammen arbeiten, desto leichter werden wir auch in schwierigen Zeiten das Rad für die Gemeinde vorwärts bewegen.“

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