Neustart für schnelles Internet

Überzeugt von „Nordischnet“: Matthias Winter (links) und Klaus Leckelt, Geschäftsführer  der GVG Glasfaser GmbH.
Überzeugt von „Nordischnet“: Matthias Winter (links) und Klaus Leckelt, Geschäftsführer der GVG Glasfaser GmbH.

Fünf Ämter hoffen mit neuem Vermarkter auf die zügige Versorgung via Glasfaserkabel

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09. Juli 2014, 14:42 Uhr

Wird doch noch etwas aus dem Breitbandprojekt des Zweckverbandes für die Breitbandversorgung im mittleren Schleswig-Holstein? Nachdem im vergangenen Jahr die gesetzte Mindestquote von Kunden in den ersten beiden Bauabschnitten nicht erreicht worden war, trennte man sich daraufhin von Vertragspartner „Filiago“ (wir berichteten). Mit einem neuen Vermarkter, größerer Produktvielfalt und einer eigens geschaffenen Marke geht das Projekt, mit dem die Ämter Fockbek, Hohner Harde, Jevenstedt, Mittelholstein und Eiderkanal mit schnellem Internet via Glasfaser versorgt werden sollen, in eine neue Runde. Nach den Sommerferien beginnt die Vermarktung.

„Nordischnet“ heißt die Marke, unter der der Zweckverband die involvierten Ämter mit einem Glasfasernetz verbinden möchte. Doch nicht nur der Name, auch das Logo und die sich derzeit in der Entstehung befindlichen Werbemittel sollen einen eindeutig regionalen Charakter aufweisen. „Wir haben uns intensiv mit der Region auseinander gesetzt. Ohne vernünftige Vermarktung knacken wir die 60 Prozent wieder nicht“, sagt Marketingberaterin Angelika Poggensee, die nach dem Nichterreichen der Quote engagiert worden war.

Inhaltlich soll die Auswahl der Produkte umfangreicher und individueller werden. So soll es möglich sein, Internet, Telefon und Fernsehen einzeln, aber auch als Doppel- oder Gesamtpaket zu buchen. Produktwechsel innerhalb der Vertragslaufzeit von zwei Jahren sowie weitere Optionen, wie schnelleres Internet, sind nach Aussage des Vermarkters möglich. Dieser ist die GVG Glasfaser GmbH. Die Firma trat zuvor als GVG Vermarktungs GmbH auf und war innerhalb des Breitbandprojektes nur für den Bau und die Pachtung des Glasfasernetzes zuständig. Nun tritt die umstrukturierte GVG zusätzlich als Anbieter auf und übernimmt die Vermarktung. „Mit unseren Produkten sind wir wettbewerbsfähig aufgestellt. Unsere Preise sind mit denen von Kabel Deutschland und der Telekom vergleichbar“, sagt GVG-Geschäftsführer Matthias Winter. Je nach Paket werden diese zwischen rund 20 und 60 Euro variieren. Zusätzlich kommen bis zu 150 Euro einmalige Gebühr auf jeden Vertragsnehmer zu. Zudem soll es Angebote für Geschäftskunden geben. Kunden die bereits einen Vertrag mit „Filiago“ geschlossen hatten, können nach GVG-Angaben wechseln und müssen nur einen neuen Vertrag ausfüllen.

Nun soll möglichst schnell mit der Werbung begonnen werden. Zuvor sind noch Informationsveranstaltungen für Bürgermeister, Gemeindevertreter sowie weitere Interessenten geplant. Bis Ende 2014 wolle man die Quote in den ersten beiden Anschlussgebieten erreicht haben, sagt Angelika Poggensee. Diese schließen die Gemeinden Nübbel, Schülp, Hörsten, Jevenstedt und Luhnstedt sowie Lohe-Föhrden, Königshügel, Christiansholm, Friedrichsholm, Friedrichsgraben, Sophienhamm, Elsdorf-Westermühlen und Hohn ein.

„Wir fangen dort an, wo wir glauben, die besten Chancen zu haben, um Reserven aufzubauen. Diese brauchen wir dann für die nächsten Abschnitte“, erklärt Klaus Leckelt, ebenfalls Geschäftsführer von GVG. Durch eine Nachverdichtung der ersten Abschnitte sollen so Subventionen für bisher defizitäre Gebiete geschaffen werden. Welche der verbleibenden sechs Bauabschnitte danach angegangen werden, wird die Wirtschaftlichkeit der ersten beiden zeigen.

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