Neues Zuhause für Theater-Mitarbeiter?

Das historische Gebäude der Kaiserlichen Post könnte bald wieder genutzt werden. Die Räumlichkeiten sind für die Mitarbeiter des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters im Gespräch. Sollten sich die Gesellschafter für einen Umzug der Verwaltung, Intendanz und Produktion nach Rendsburg entscheiden, könnten in dem Haus rund 90 Mitarbeiter Platz finden.
Das historische Gebäude der Kaiserlichen Post könnte bald wieder genutzt werden. Die Räumlichkeiten sind für die Mitarbeiter des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters im Gespräch. Sollten sich die Gesellschafter für einen Umzug der Verwaltung, Intendanz und Produktion nach Rendsburg entscheiden, könnten in dem Haus rund 90 Mitarbeiter Platz finden.

Möglicher Standortwechsel von Verwaltung, Intendanz und Produktion: Die ehemalige Kaiserliche Post steht bereit

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08. Mai 2015, 17:38 Uhr

Alle Zeichen stehen auf Rendsburg: Die Intendanz, Verwaltung und Produktion des Schleswig-Holsteinschen Landestheaters könnten von ihrem bisherigen Standort in Schleswig in die Kanalstadt ziehen. Das wurde am Freitagabend auf der Pressekonferenz im Roten Foyer des Rendsburger Theaters deutlich. Sowohl die Münchener Unternehmensberatung Actori, die ihre Strategien für die Zukunft des Landestheaters am Freitag den Gesellschaftern vorstellte, als auch die sogenannte Strategie-Guppe um Generalintendant Peter Grisebach, den Aufsichtsratsvorsitzenden und Rendsburger Bürgermeister Pierre Gilgenast, Schleswigs Bürgermeister Artur Christiansen und Itzehoes Bürgermeister Wolfgang Koeppen sehen Rendsburg als den geeigneten Standort an. Beschlossen wurde auf der vorausgegangenen Gesellschafterversammlung allerdings noch nichts, die Verlegung der nach Rendsburg ist erst einmal nur ein Vorschlag. Jetzt geht dieser bei den Gesellschaftern in die Diskussion. Ende Juni soll es dann eine endgültige Entscheidung geben.

Welche Bedeutung der Wechsel für die Stadt hätte, machte Pierre Gilgenast im Gespräch mit der Landeszeitung deutlich. „Das ist schon eine Botschaft. Für unsere Stadt wäre das ein kultureller und gesellschaftlicher Gewinn“, sagte er. 80 bis 90 zusätzliche Arbeitsplätze würden mit einem Standortwechsel nach Rendsburg kommen. Für die Unterbringung der neuen Arbeitskräfte gibt es bereits eine Idee: Gilgenast nannte das historische Gebäude der ehemaligen Kaiserlichen Post im Stegen als eine mögliche Option. Dieses sehe nicht nur wunderschön aus und biete ausreichend Platz für die künftigen Mitarbeiter, sondern es besteche vor allem durch seine Lage direkt neben dem Theatergebäude, so der Bürgermeister. Gilgenast zeigte sich, was die Zukunft des Landestheaters und vor allem die Zukunft des Rendsburger Standortes angeht, sehr optimistisch und freute sich über die große Chance: „Wenn 90 Menschen zusätzlich hier arbeiten, dann ist das stadtrelevant.“

Das Gebäude der ehemaligen Post steht schon seit mehreren Jahren leer. Zuletzt war dort die Dresdner Bank ansässig. Derzeit werden einige Räume nur noch vom Studienkreis, ein Nachhilfeangebot für Schüler unterschiedlicher Klassenstufen, genutzt. „Wir würden mit dem Standortwechsel also gleichzeitig den Leerstand in der Innenstadt bekämpfen“, sagte Gilgenast.

>Mehr zu den Zukunftsplänen für das Schleswig-Holsteinischen Landestheaters im Kulturteil auf Seite 21

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