Neues Revier für Modellboote

Alfred Schrader zeigt sein Lieblingsstück – den Nachbau einer ehemaligen Marinebarkasse aus Norwegen.
Alfred Schrader zeigt sein Lieblingsstück – den Nachbau einer ehemaligen Marinebarkasse aus Norwegen.

Funker-Club will mit künftiger Vereinssparte den Borgdorfer See nutzen

shz.de von
15. Juni 2014, 13:18 Uhr

Der Anfang für eine neue Modellschiff-Gruppe ist gemacht. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich fünf Mitglieder des Funk-Clubs Taifun aus Kiel mit Kurt Ulrich, dem Betreiber des Seecamping BUM am Borgdorfer See bei Nortorf, um über ein Vorhaben zu sprechen, das für Modellschiff-Liebhaber interessant zu werden verspricht. Da es um den CB-Funk, dem sie bislang anhingen, doch ruhiger geworden ist, wollen sie nun eine zweite Sparte in dem Verein einrichten und suchen dafür Mitglieder. Es geht um das Bauen von funkgesteuerten Modellschiffen und das so genannte „Schaufahren“. Das sind Veranstaltungen, die in unregelmäßigen Abständen an einigen Orten in Schleswig-Holstein über das Jahr verteilt durchgeführt werden. „Wir bauen selbst Modellschiffe und fahren auch zu einigen der Veranstaltungen, wie während des Rosenfestes in Uetersen“, so Sascha Schrader, Vorsitzender des Vereins. „Wir haben es auch in Kiel versucht, aber die Möglichkeiten dort sind nicht gegeben, da es da, wo es möglich wäre, leider nicht erlaubt ist.“ Und so haben sie sich auf die Suche gemacht, und sind am Borgdorfer See fündig geworden. Nun werden noch die Modellbau-Vereine informiert, dann hoffen alle auf eine rege Beteiligung. Die erste Veranstaltung ist für 2015 geplant, was Kurt Ulrich gut ins Konzept passt, denn im kommenden Jahr feiert er den 50. Geburtstag seines Campingplatzes. „Wir sind noch mitten in der Planung“, sagte er, „wenn das klappt, ist es eine schöne Bereicherung für unser Jubiläum.“ Angepeilt sind entweder der 7. Juni oder der 6. September des kommenden Jahres, beides Sonntage.

„Wir haben uns natürlich schlau gemacht, damit wir anderen Veranstaltungen des Schaufahrens nicht in die Quere kommen“, so der stellvertretende Vorsitzende Sven Fahrenkrug. „Wenn die Resonanz entsprechend ist, können wir uns auch beide Termine vorstellen.“ Es soll auch eine Möglichkeit für Kinder geben, am See selbst einmal ein Schiff durch das Wasser zu steuern. „Die Bedingungen hier sind einfach ideal“, sagte Alfred Schrader, der den Vorsitz bis vor einigen Jahren selbst ausübte. „Ausreichend Platz ist vorhanden, es gibt einen Steg, von dem aus man die Boote zu Wasser lassen kann, und auf dem See kann man gut fahren.“

Für Alfred Schrader hat der Modellbau eine besondere Bedeutung: Seine „Bora“ ist ein im Maßstab 1:7,5 natürlich selbst gefertigter Nachbau einer ehemaligen Marinebarkasse aus Norwegen. Das Original hat er selbst lange über Eider und Kieler Förde geschippert. Aus Zeitmangel hat er sie verkaufen müssen. „Das waren schöne Zeiten“, schwärmte er ein wenig wehmütig, dann setzte er sie auf den See und ließ sie der Sonne entgegen fahren.

> Informationen gibt es unter Tel. 0431/312712.

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