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Landeszeitung

16. August 2017 | 17:28 Uhr

Neues Licht spart Geld

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

800 LED-Lampen für Fockbeks Straßen / Büdelsdorf rüstet ab Herbst um / Rendsburg seit 2011 dabei

Punktgenaues Licht, dazu Stromersparnis und damit geringere Kosten: LED-Lampen sind inzwischen Standard in der Straßenbeleuchtung geworden. In Rendsburg ist schon ein Großteil der Laternenmasten umgerüstet, in Fockbek werden zurzeit mehr als 800 Lampen ausgetauscht, und in Büdelsdorf soll im Herbst mit der Erneuerung von rund 360 alten Laternen begonnen werden.

Auf den ersten Blick sind die neuen Leuchten oft nicht zu erkennen – so wie in der Rendsburger Straße in Fockbek. Dort wurden komplett neue Masten aufgestellt. Aber manchmal werden die Leuchten auf alte Masten montiert, so wie in den Nebenstraßen der Stadt (Foto oben rechts). Das ist „nicht so schick“, sagt Fockbeks Bürgermeister Holger Diehr. Aber eben eine Frage des Geldes.

Damit rechnet sich die Umrüstung, das weiß auch Frank Thomsen, Fachbereichsleiter Bau im Rendsburger Rathaus. 2011 hat die Kanalstadt eine Amortisierungsrechnung aufgemacht, nach der sich innerhalb von acht Jahren die Mehrkosten bezahlt gemacht haben sollen. Seit damals werden Schritt für Schritt alte Leuchtmittel durch die neuen ersetzt. Die Gründe sind neben der Kostenersparnis in allen Kommunen die gleichen: „Die bisherigen Leuchten werden in ein paar Jahren nicht mehr verfügbar sein“, erklärt Wolfgang von Berg aus dem Fachbereich Bauen und Umwelt der Stadt Büdelsdorf. „Wir mussten uns also etwas überlegen.“ So gilt ab 2015 EU-weit das Verbot, Quecksilberdampflampen in den Verkehr zu bringen.

Außerdem sind die LEDs langlebiger. Damit können die Kommunen davon ausgehen, dass auch geringe Wartungskosten an den hohen Masten anfallen. „Wir erhoffen uns geringere Wechselintervalle“, sagt Frank Thomsen. In Rendsburg sei es seit einigen Jahren zur Routine geworden, dass bei Neubaumaßnahmen die modernen Leuchtmittel verwendet werden. So wird demnächst Am Grünen Kranz und an der Oeverseestraße umgerüstet. In der Missunder Straße und im Tanneck war zuletzt für moderne Laternen wie auf dem Foto links gesorgt worden. Weitere Gebiete folgen jetzt (siehe Info-Box unten).

Büdelsdorf will noch in diesem Herbst die Licht-Leistung verbessern. Es sind vornehmlich die älteren Leuchten, sagt von Berg, die ausgetauscht werden. Rund 360 haben ihre durchschnittliche Lebenserwartung überschritten. Da es sich um eine Erneuerung handelt, werden die Anwohner finanziell beteiligt. Ein Schreiben der Stadt wird in diesen Tagen versandt.

Ein Schichtarbeiter aus Fockbek hat bereits erste Erfahrungen mit den modernen Laternen gemacht. Die alten Schirmlampen hätten eine bessere Ausleuchtung gehabt, meint er. In den Nebenstraßen sei es jetzt ziemlich duster. Das kann Bürgermeister Diehr nicht bestätigen: „Die Beleuchtung ist mindestens genauso gut.“ Der Unterschied zu den konventionellen Leuchten ist allerdings, dass LED punktgenau Licht spendet. „Das vermeidet Streulicht und Lichtverschmutzung – Licht wird genau dorthin gelenkt, wo es benötigt wird“, heißt es in einer LED-Werbung. Zwar gebe es Unterschiede in den LED, ist aus den Rathäusern zu hören. Doch: „Die Beleuchtungsqualität hat sich nicht verschlechtert“, erklärt Frank Thomsen. Beschwerden hat er in den vergangenen Jahren nicht gehört. Im Gegenteil. „Die Riege der Befürworter hat stark zugenommen“. Was nicht zuletzt an den Einsparungen liege.

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erstellt am 12.Aug.2014 | 11:50 Uhr

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