Aukrug : Neues Leben in altem Gasthof

Wagen sich auf neues Terrain: Sigrid Hübner (links) und ihr Mann Hans-Rainer sowie Tochter Susanne Bruhn.
Wagen sich auf neues Terrain: Sigrid Hübner (links) und ihr Mann Hans-Rainer sowie Tochter Susanne Bruhn.

Das „Tivoli“ ist Geschichte, am 8. September eröffnet die Kulturwerkstatt „AuKrug“ mit einem großen Fest für alle.

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29. August 2017, 11:56 Uhr

Im „Tivoli“ passiert etwas. Schon seit Wochen wird dort gewerkelt, gearbeitet und gebaut. Zuletzt hatte der alte Gasthof eher schlechte Schlagzeilen gemacht – mit AfD-Veranstaltungen und lautstarken Gegendemonstrationen (wir berichteten). Doch das soll künftig anders werden. Mitte Juli hat Hans-Rainer Hübner das altehrwürdige Gebäude im Aukruger Ortsteil Innien gekauft. Gemeinsam mit Ehefrau Sigrid und Tochter Susanne Bruhn will er dem etwa 120 Jahre alten Gebäude neues Leben einhauchen – und das sogar unter neuem Namen: Das „Tivoli“ ist Geschichte, künftig wird in die „Kulturwerkstatt AuKrug“ geladen. Das Motto lautet „Hier ist Musik drin... und mehr...“. Der Startschuss soll am 8. September, fallen.

„Wir haben schon eine ganze Weile nach einer Immobilie gesucht“, berichtet Sigrid Hübner. Ursprünglich hätten sie gern einen Bungalow mit Keller gehabt, um dort Musik zu machen. Das ist nämlich die große Leidenschaft des Ehepaares. „Unsere Tochter fand aber das ‚Tivoli‘ immer schon toll. Als der vorige Eigentümer es verkaufen wollte, sind wir uns dann schnell mit ihm einig geworden.“ Das neue Konzept sieht vor allem ganz viel Musik vor – Konzerte sollen das Veranstaltungsprogramm in der Kulturwerkstatt prägen. „Mein Mann und ich kommen aus der Beat-Ära. Wir haben früher schon in Schüler- und Studenten-Bands gespielt“, erzählt Sigrid Hübner. Gruppen wie die Beatles, die Rolling Stones oder Deep Purple haben es ihnen angetan. „Bei uns wird es vermutlich viele Oldies zu hören geben, aber auch Rockabilly, Jazz und Swing. Dadurch, dass wir selbst Musik machen, haben wir viele gute Kontakte.“

Auch das gastronomische Angebot soll weiterhin erhalten bleiben – zunächst aber in abgespeckter Variante. Geöffnet wird zunächst von Donnerstag bis Sonntag jeweils ab 18 Uhr. „Wir lassen es langsam angehen und sehen dann, wie sich die Nachfrage entwickelt“, so Sigrid Hübner. Dabei wird die 66-Jährige selbst hinter dem Herd stehen und für die Gäste kochen. Unterstützung bekommt sie unter anderem von Ingo Pardemann, der selbst einmal das „Tivoli“ geleitet hat. Auch Gesellschaften können sich anmelden, für sie werde nach Anmeldung auch an anderen Tagen geöffnet. „Für die Bewirtung würden wir uns dann um ein Catering bemühen“, erklärt Hübner. Ihr Herzensanliegen ist aber vor allem die Musik. „Wir wollen hier Spaß haben, deshalb wird die Musik sicherlich auch mal lauter sein.“

Bevor es allerdings soweit ist, muss noch einiges erledigt werden. In den vergangenen Jahren sei in dem Gasthof nicht viel gemacht worden, berichtet Hans-Rainer Hübner, der künftig vor allem als Eventmanager zum Einsatz kommt. Während er und seine Frau bereits Rentner sind, hat die Tochter ihre Anstellung im Erlenhof gekündigt. Umso gespannter sind nun alle, wie das neue Angebot angenommen wird – einige Nachfragen, vor allem für größere Feiern, gibt es bereits.

Die offizielle Eröffnung wird am Freitag, 8. September, gefeiert. Ab 17 Uhr soll auf die „neue Ära“ angestoßen werden. Begleitet wird der Auftakt von den Sugardaddies, die Oldies spielen werden. Ab 21 Uhr wollen die neuen Betreiber und alle, die Lust darauf haben, es „krachen lassen“, wie Sigrid Hübner sagt. Die Band „short cut rock 4 fun“ spielt dann Rock und Pop der 70er-, 80er- und 90er-Jahre. Der Eintritt ist frei.

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