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Fockbek : Neuer Vertrag sichert Arbeitsplätze

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kirche als Träger der Paulus-Kita in Fockbek einigt sich mit der Gemeinde über die Öffnungszeiten, Krippenplätze und Abrechnungsmodalitäten.

Lange standen die Zeichen auf Sturm zwischen der Gemeinde Fockbek und der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde als Träger der Paulus-Kita. Im vergangenen Dezember kündigte die Fockbeker Gemeindevertretung sogar den Vertrag mit dem konfessionellen Kita-Träger. Auch wenn alle Seiten beteuerten, dass die Betreuung der Kinder zu keiner Zeit in Gefahr gewesen sei, so schien doch das Tischtuch zwischen den Parteien zumindest angeschnitten zu sein. Gestern wurde ein neuer Vertrag zwischen der Gemeinde Fockbek und der Kirchengemeinde unterschrieben, der in Zukunft keine Unklarheiten mehr aufkommen lassen soll.

„Am meisten freue ich mich darüber, dass die Arbeitsplätze in der Kita gesichert sind“, sagt Bürgervorsteher Werner Stave. Neben 21 pädagogischen Mitarbeitern hat die Kita zurzeit auch drei Angestellte im nicht-pädagogischen Bereich. Der neue Vertrag, der zum 1. Januar 2017 in Kraft tritt, regelt unter anderem die Betreuung der Kinder unter drei Jahren, die vorher vertraglich nicht definiert war. Auch reduzierte Öffnungszeiten in den Ferien sind vom Tisch, zudem bleibt es bei der möglichen Betreuung zwischen 7 und 17 Uhr. „Für die Eltern bedeutet das vor allem mehr Sicherheit und Flexibilität“, sagt Oliver Sievers vom Elternbeirat.

Vor allem aber regelt das neue Vertragswerk die Abrechnungsmodalitäten. Hintergrund: Die Gemeinde bemängelte, dass die Kita seinerzeit für das laufende Jahr 2015 rund 140  000 Euro mehr für Personal haben wollte. Ein buchhalterisches Missverständnis, wie Pastorin Eva Katharina Ente gestern sagte. Es habe keine Forderung nach mehr Geld gegeben, die Mittel seien nur auf verschiedenen Posten verbucht worden. „Wir sind ein so großes Gebilde, dass verschiedene Haushaltsstellen einfach nicht ganz geklärt waren“, sagt Ente, die im Oktober 2015 noch ein Vertragsangebot der Kommune als „in seiner Dreistigkeit nicht zu unterschätzen“ zurückgewiesen hatte. Fehlende Transparenz im Haushaltsplan hatte indes auch die Gemeinde Fockbek der Kita im vergangenen Jahr vorgeworfen. Es habe Umstellungen in der Buchung gegeben, eine Stelle sei hier verbucht worden, eine andere dort, sagt Helmut Schumacher, Vorsitzender des Kirchengemeinderats. „Dann sind wir gemeinsam die verschiedenen Posten durchgegangen und am Ende waren wir uns einig, dass es diese Kostensteigerung nicht gab.“ Jetzt herrsche wieder Frieden zwischen den Parteien.

Eine Frage bleibt allerdings offen – nämlich wie viel Geld der Kita nun de facto zur Verfügung steht. „Im Oktober wird der neue Haushaltsplan für die Kita vorgestellt“, sagt Werner Stave. „Dann wissen wir etwas mehr.“ Endgültige Klarheit herrsche dann beim buchhalterischen Jahresabschluss Anfang 2018. Bis dahin wird es voraussichtlich keinen Streit mehr geben.  

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erstellt am 09.Jun.2016 | 15:04 Uhr

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