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Rendsburg : Neuer Typ, alter Standort: „Christoph 42“ wird leiser

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Rendsburg bekommt ab 2017 einen moderneren Rettungshubschrauber. Der Standort an der Klinik bleibt erhalten.

Gute und schlechte Nachricht für alle Anwohner der Rettungshubschrauber-Station an der Imland-Klinik: Spätestens Ende Januar 2017 wird eine leisere Maschine als bisher eingesetzt. Sie wird aber weiter mitten im Rendsburger Stadtgebiet starten und landen. Die Basis an der Lilienstraße bleibt erhalten. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde hat sich mit Wirkung zum 1. Oktober für mindestens fünf weitere Jahre an die DRF Luftrettung als Eigentümerin des Hubschraubers gebunden. Damit ist eine Verlegung nach Schachtholm endgültig von Tisch.

Im Gegenzug verpflichtet sich die DRF Luftrettung, spätestens ab dem 31. Januar 2017 einen Hubschrauber des Typs EC 145 einzusetzen. Er ist beim Überflug sechs Dezibel leiser als die bisher genutzte Maschine vom Typ BK 117. Außerdem dürfen die Luftretter nicht mehr als 2000 Einsätze im Jahr fliegen. Derzeit liegt die jährliche Einsatzleistung von „Christoph 42“ – so der Rufname des rot-weißen Hubschraubers, der rund um die Uhr fliegt – bei rund 1600 Einsätzen. Er gehe nicht davon aus, dass die Obergrenze von 2000 erreicht werde, sagte Steffen Lutz, Vorstand der DRF Luftrettung, gestern bei einem Kurzbesuch in Rendsburg. Der neue Rettungshubschrauber sei nicht nur von den Schallwerten her leiser, er klinge auch angenehmer. „Er brummt eher, als dass er kreischt. Er ist das Modernste, was wir haben.“ Der Neuwert der Maschine liege bei rund sieben Millionen Euro. „Die Kosten müssen wir als gemeinnützig tätige Organisation vorfinanzieren. Sie werden durch die Krankenkassen langfristig refinanziert“, sagte Lutz.

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Kreisverwaltungsdirektor Dr. Thilo Rohlfs zeigte sich zufrieden mit der neuen Lösung. Mit dem Verbleib des Rettungshubschraubers am Standort Rendsburg werde eine effektive Notfallversorgung der Menschen in der Region langfristig gesichert. Man sei der DRF Luftrettung für die Fortsetzung der Zusammenarbeit dankbar. „Die Millionen-Investition ist keine Selbstverständlichkeit.“ Ihm sei bewusst, so Rohlfs, dass es trotz der Geräuschreduzierung weiter zu einer Fluglärmbelastung für die Bevölkerung komme. „Die Notfallversorgung hat in diesem Fall aber Vorrang.“ Von knapp 1200 Notfalleinsätzen im Jahr führten etwa 700 ins Kreisgebiet.

Der Hauptausschuss des Kreistags stimmte in seiner letzten Sitzung den neuen Vertragskonditionen zu.

Ganz zur Freude auch von Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast. „Das Verhandlungsergebnis ist auch für Rendsburg eine positive Lösung. Sie hat eine besondere Bedeutung für die künftige Wohnentwicklung im Bereich der ehemaligen Eiderkaserne.“ Im Februar hatte sich die Debatte um den Standort des Rettungs-Helis unter anderem an diesem Punkt entzündet. Einige Politiker äußerten Befürchtungen, dass der Fluglärm zum „Entwicklungshemmnis“ für das künftige Wohngebiet werden könnte.

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erstellt am 24.Sep.2015 | 06:00 Uhr

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