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Handball-SH-Liga der Männer : Neuer Trainer, alte Schwächen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die SH-Liga-Handballer des TSV Alt Duvenstedt haben das wichtige Spiel beim Vorletzten HSG Mönkeberg/Schönkirchen mit 25:32 verloren. Damit bleibt das Team des Neu-Trainers Dirk Schlegel Schlusslicht.

Der TSV Alt Duvenstedt hat einen schweren Weg vor sich, um den Klassenerhalt in der Handball-SH-Liga zu realisieren. Trotz des neuen Trainers Dirk Schlegel und trotz aller guten Vorsätze ging der Tabellenletzte bei der HSG Mönkeberg/Schönkirchen, dem Vorletzten, mit sieben Toren unter. 25:32 (11:14) hieß es aus Sicht des TSV nach 60 Minuten, von denen 45 offenbarten, dass der Klassenerhalt noch weit weg ist. Nun hat Alt Duvenstedt schon einen Punkt Rückstand auf den Bredstedter TSV und zwei auf Mönkeberg – und beide Teams präsentieren sich zurzeit stärker als die Alt Duvenstedter. „Wir haben noch zwei Monate und jedes Spiel ist ein Endspiel“, sagt Schlegel.

Dass er überhaupt das sinkende Schiff bestiegen hat, dafür können die Handballer sehr dankbar sein. „Ich wohne in Alt Duvenstedt und will der Mannschaft helfen“, erklärte Schlegel. Dass sein Engagement allein oder eine gemeinsame Trainingseinheit noch nichts Großes bewegen konnte, ist verständlich. Trotzdem kritisierte er Dinge, die er so nicht erwartet hätte. „Ich fordere in dieser schwierigen Situation beispielsweise konzentrierte Abschlüsse, stattdessen sah ich unnötige Dreher und einen gescheiterten Kempa-Trick. Solche Sachen gehen nicht. Wir müssen den Kampf annehmen und einhundert Prozent konzentriert abschließen“, forderte Schlegel.

Dabei hatte er einen zufriedenstellenden Spielauftakt erlebt. In den ersten 15 Minuten hielt der TSV das Ergebnis offen, bevor ein verworfener Siebenmeter offenbar den ganzen Mut nahm. „Es reichte ein Negativerlebnis, um nicht mehr in die Spur zu finden. Bis dahin war alles gut, danach kam eins zum anderen“, beschrieb Schlegel, was nach dem 7:7 passierte. Eine unnötige Zeitstrafe wegen Foulspiels im Tempogegenstoß brachte Alt Duvenstedt zunächst in Unterzahl, dann wurden klare Chancen ausgelassen und Mönkeberg erhöhte bis zur Pause auf 14:11. Danach war das Spiel praktisch entschieden, denn Alt Duvenstedt konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. Das Gegenteil war sogar der Fall, die Gäste gerieten immer weiter ins Hintertreffen. Vor allem die Zeitstrafen boten eine Menge Gesprächsstoff für Dirk Schlegel, und zwar die auf beiden Seiten. „Es ist unclever, dass nur eine unserer Zwei-Minuten-Strafe wegen Foulspiels in der Abwehr gegeben werden“, befand Schlegel, denn zwei wurden wegen unnötigen Eingreifens im gegnerischen Tempogegenstoß und eine wegen Meckerns verhängt. Und auch wenn Mönkeberg dezimiert war, half das dem TSV nicht. „Das Überzahlverhalten ist schwach. Wir nutzen die erstbeste Situation und warten nicht auf die Chance“, kritisierte Schlegel und fasste zusammen: „Es summieren sich die Kleinigkeiten. Das müssen wir in den Griff bekommen. Ich hoffe, dass das klappt.“

TSV Alt Duvenstedt: Klapdor, Fendt – Müller (1), Schwarz (3), Eichstädt (4/1), Andresen, Jüschke (4), Voß (3), Dau (6), Clausen (1), Küch, Schroedter, Wommelsdorf, Nehls (3).

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