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Filmdreh mit Maria Furtwängler : Neuer „Tatort“: Kommissarin Lindholm ermittelt in Hohn

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Filmcrew rund um Maria Furtwängler dreht für den neuen Sonntags-Krimi Szenen auf dem Nato-Flugplatz. Einige Mitarbeiter sind sogar als Statisten zu sehen.

shz.de von
erstellt am 10.Jun.2015 | 17:00 Uhr

Die Frau eines Luftwaffen-Piloten wird ermordet aufgefunden. Eine Kommissarin ermittelt und taucht in die Welt des Militärs ab. Das ist in wenigen Worten zusammengefasst die Handlung der nächsten „Tatort“-Folge aus Hannover, bei dem der Nato-Flugplatz Hohn ganz groß rauskommt. Seit Montag werden dort Szenen für die Reihe gedreht, die jede Woche die Krimifans in ihren Bann zieht. Ermittelnde Kommissarin ist Charlotte Lindholm, gespielt von Maria Furtwängler.

„Die Geschichte spielt eigentlich im Fliegerhorst Wunstorf bei Hannover, dort finden allerdings gerade Umbau- und Modernisierungsarbeiten statt, deshalb sind wir für einige Aufnahmen nach Hohn ausgewichen“, erklärt Major Roman Ladenko vom Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe. „Außerdem können wir hier Flugzeuge und den Flugbetrieb filmen, das ist für die authentische Darstellung sehr wichtig.“

Zwischen 40 und 50 Personen gehören zum Produktionsteam, das auf dem Luftumschlagplatz seine Zelte aufgeschlagen hat. „Hier kann das Filmteam seine Pausen verbringen und Besprechungen abhalten“, so Ladenko. Die Szenen, die im Tatort zu sehen sein werden, spielen auf dem Vorfeld und in einer Abfertigungshalle. Eine der Transall-Maschinen, die dort zur Wartung stehen, ist Schauplatz einer besonders spannenden Filmsequenz.

Außer Maria Furtwängler spielt auch Jasmin Gerat eine Hauptrolle. „Diese Szene ist sehr actionreich, es wird sogar mit Stunt-Leuten gearbeitet“, berichtet Ladenko. Ein passender Hintergrund wird später per Bluescreen-Technik in den Film eingebaut. „Aber nicht zu viel verraten“, ruft Maria Furtwängler zwischen zwei Proben. Nur so viel: In Hohn wird eine der entscheidenden Szenen gedreht.

Für die Mitarbeiter des Nato-Flugplatzes ist der ungewohnte Besuch besonders aufregend. Einige werden sogar als Statisten in dem Krimi zu sehen sein. Wie Stabsunteroffizier Tobias Wolter. „Ich bin schon einmal durchs Bild gelaufen und habe ein anderes Mal die Transall eingewunken“, berichtet der 26-Jährige. „Ich genieße diese drei Tage. So etwas werde ich wahrscheinlich nie wieder mitmachen können.“ Den Sendetermin kann er schon jetzt kaum erwarten.

Auch Kommandant Marcus Jessnitz durfte sein schauspielerisches Talent unter Beweis stellen. „Ich spiele einen verärgerten Piloten, der eigentlich mit seiner Maschine starten will, dessen Flug aber gestoppt wird. Ich wechsle sogar ein paar Worte mit der Figur Kristin Goebel, die von Jasmin Gerat gespielt wird.“ Gerat habe ihm auch viele Fragen gestellt, etwa wenn es um eine Formulierung ging. „Ich finde es interessant, wie viel Aufwand hier betrieben wird“, so Jessnitz. So habe das Team für eine Szene, die später etwa 15 Sekunden dauern wird, sechs Stunden Drehzeit eingeplant, weiß auch Roman Ladenko.

Insgesamt sind 24 Drehtage für den Tatort mit Charlotte Lindholm angesetzt, drei davon in Hohn. Aber: „Etwa 30 Prozent der Bilder in dem fertigen Film werden hier entstanden sein“, schätzt Produktionsleiter Holger Heinßen. Auch er lobt die Hilfsbereitschaft beim Lufttransportgeschwader 63. „Es gibt hier nichts, was für uns nicht möglich gemacht wurde. Die Welt der Luftwaffe ist unheimlich spannend. Ich bin tief beeindruckt, das gibt schöne Aufnahmen.“

Über die Gastfreundschaft freut sich auch Maria Furtwängler: „Wir sind hier mit einem chaotischen Filmteam eingefallen und geduldig aufgenommen worden“, berichtet die Schauspielerin. Die Mitarbeiter würden die ungewohnte Situation mit Fassung tragen.

Zu sehen ist der Tatort im Winter, „irgendwann rund um den Jahreswechsel“, weiß Roman Ladenko. Bis dahin entstehen heute noch Aufnahmen in Hohn, bevor es die Filmcrew für weitere Aufnahmen nach Wunstorf und Sardinien verschlägt.

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