Freie Waldorfschule Rendsburg : Neuer Rettungsversuch

Ein Stein am Eingang der Waldorfschule weist auf das Gründungsjahr 1950 hin.
Ein Stein am Eingang der Waldorfschule weist auf das Gründungsjahr 1950 hin.

Nach Insolvenz: Eltern gründen noch einen Verein.

shz.de von
25. Mai 2018, 10:21 Uhr

Rendsburg | Es wäre Rettung in letzter Minute. Die Schließung der Freien Waldorfschule Rendsburg zum Sommer ist eigentlich besiegelt. Der langjährige Trägerverein meldete im Oktober Insolvenz an. Im Dezember gründete sich ein neuer Verein, der sein Angebot zur Übernahme der Schule aber zurückzog.

Jetzt wollen zwölf Eltern das Ruder herumreißen. Sie bereiten die Gründung des Vereins „Anthroposophische Bildungsinitiative Rendsburg“ vor, berichtet Tatje Bartig-Prang aus der Initiativgruppe. Sobald der Verein eingetragen ist, legen die Eltern dem Insolvenzverwalter Reinhold Schmid-Sperber ein Finanzierungskonzept vor. Ihr Ziel ist es, die Schule in abgespeckter Version weiterzuführen. Sie wollen im Herbst mit den Jahrgängen 1 bis 6 starten, zusammengefasst in drei Doppelklassen mit bis zu 30 Kindern. Die älteren Schüler müssen zu anderen Einrichtungen wechseln. Die neuen Jahrgänge 1 bis 6 dürfen bis zum Schulabschluss bleiben. Der Verein bietet 90 Plätze an. 60 Kinder wurden bereits vorgemerkt.

Der Verein hofft, vom Bildungsministerium als Nachfolgeträger anerkannt zu werden – Voraussetzung für Zuschüsse von Beginn an. Bartig-Prang zufolge führen die Eltern vielversprechende Gespräche mit weiteren Geldgebern: Stiftungen und Sponsoren aus der Region. Schmid-Sperber teilte mit, dass er dem Prozess wohlwollend gegenübersteht.

> www.ja-Waldorf.RD.de

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