Aus der Geschäftswelt : Neuer Chef im Kinderparadies

Reibungslose Übergabe: Inhaberin Gaby Kruse (rechts) gibt ihr Geschäft „Kruse Spiel & Fun“ in der Altstadtpassage am 1. Juli an Christian Schlie ab.
Reibungslose Übergabe: Inhaberin Gaby Kruse (rechts) gibt ihr Geschäft „Kruse Spiel & Fun“ in der Altstadtpassage am 1. Juli an Christian Schlie ab.

Fachgeschäft „Kruse Spiel & Fun“: Auf Gaby Kruse folgt Christian Schlie.

shz.de von
28. Juni 2018, 10:13 Uhr

Rendsburg | Das Spielzeuggeschäft „Kruse Spiel & Fun“ in der Altstadtpassage steht unmittelbar vor einem Inhaberwechsel: Nach 20 Jahren hängt Gaby Kruse ihre Selbständigkeit an den Nagel. „Ich habe nichts bereut. Ich habe das gern gemacht“, sagt die 61-Jährige rückblickend.

Seit dem 1. Januar 1997 ist Gaby Kruse für ihre Kunden da. Nachdem sie mit einer Fläche im Erdgeschoss angefangen hatte, vergrößerte sie ihr Geschäft schnell. Heute verfügt es über zwei Etagen, eine Verkaufsfläche von 250 Quadratmetern, auf denen etwa 15 000 Artikel angeboten werden. Die individuelle Beratung der Kunden und das „vor Ort Begegnen und ins Gespräch Kommen“ seien Pluspunkte gegenüber dem Online-Handel. Leerstand und Konkurrenz bereitete ihr in Rendsburg nie Angst. „Ich habe stattdessen die Schaufenster von leeren Geschäften in der Altstadtpassage immer als Werbefläche für mein Geschäft genutzt.“ Seit zwei Jahren gibt es einen Online-Shop, der gut angenommen wird. Bestellungen kämen sogar aus Bayern und Thüringen. „Der Trend geht zur Bequemlichkeit.“ Trotzdem blickt Gaby Kruse optimistisch in die Zukunft: „Der Fachhandel in der Form wird überleben. Die Grundbedürfnisse von Familien bleiben.“

Jetzt möchte die 61-Jährige mit ihrem Mann, dem Hund und dem Wohnmobil Europa bereisen. „Dafür war in der Vergangenheit einfach keine Zeit.“ Ihr Geschäft sieht sie mit Nachfolger Christian Schlie in guten Händen. „Ich bin begeistert, dass er das machen möchte.“ Der 40-Jährige freut sich auf seine Aufgabe und glaubt an die Zukunft des Geschäfts. „Es ist ein guter Standort und ich glaube, dass Rendsburg so etwas auch braucht.“

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