zur Navigation springen

Neuer Anlauf zur Bebauung an der Obereider

vom

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Rendsburg | Die Stadt unternimmt einen neuen Anlauf, das für 18 Millionen Euro hergerichtete und seit Jahren leerstehende Gebiet an der Obereider endlich zu beleben. Und nach den vergeudeten Jahren im ersten Anlauf werden die Hürden für mögliche Investoren diesmal betont niedrig gelegt. Im Bauausschuss am 14. Mai wird die Verwaltung die neue Strategie vorlegen. "Neu ist, dass wir jetzt ein zweistufiges Verfahren anstreben", erläuterte Bauamtsleiter Frank Thomsen auf Anfrage der Landeszeitung. "Wir wollen uns in der ersten Stufe nicht wie bisher auf einen Hotelbau festlegen, sondern eine Interessenbekundung vornehmen." Das bedeutet, dass sich Kaufinteressenten für die Grundstücke an der Obereider mit ihren Vorstellungen und Vorentwürfen für ihre Pläne bei der Stadt melden, ohne dass es ins Detail geht und beispielsweise Kreditwürdigkeit geprüft wird.

"Indem wir den Interessenten einen Riesenaufwand ersparen, wollen wir möglichst viele ansprechen", erläuterte Thomsen. Zur Erinnerung: Im ersten Verfahren hatte sich auf die europaweite Ausschreibung lediglich ein Konsortium gemeldet. Die Stadt hatte keine Wahl zwischen mehreren Bewerbern. Das soll diesmal anders werden. "Eine europaweite Ausschreibung ist aufgrund der veränderten Rechtsprechung nicht mehr erforderlich", sagte Thomsen, "dennoch ist eine öffentliche Ausschreibung vorgesehen." Dafür muss die Stadt noch Vorarbeiten leisten: Den Wert der Grundstücke durch einen Sachverständigen ermitteln lassen und vor allem die so genannte Wohnquote mit dem Innenministerium abklären. Thomsen ist zuversichtlich, dass es in diesem Thema noch Bewegung gibt. "Zugesagt ist eine Quote von 30 Prozent Wohnen, in Aussicht gestellt sind 50 Prozent." Ein möglicher Hotelbau fällt nicht unter die Wohnquote. Die theoretische Möglichkeit, dass ein Hotel die Hälfte der Hafenfläche einnimmt - und der Rest mit Wohnungen bebaut wird, schließt Thomsen aus. Zumindest zu ebener Erde stellen wir uns etwas anderes vor, nämlich öffentliches Gewerbe." Attraktive Läden, Gastronomie - eben alles, was Menschen an den Hafen locken könnte. Durch die Bewertung der Interessenbekundungen hat die Stadt ein Instrument in der Hand, mit dem die Art der Bebauung selbst gesteuert werden kann. Vorausgesetzt, es gibt genügend Bewerber.

In der zweiten Phase sollen dann ausgewählte Bewerber verbindliche Angebote für ein oder mehrere Grundstücke abgeben - immer noch mit der Option für die Stadt, über die Pläne der Investoren zu verhandeln.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen