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Landeszeitung

20. Oktober 2017 | 00:15 Uhr

Handball : Neuer Anlauf Richtung Oberliga

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg will in den Aufstiegsspielen zur Oberliga gegen den TuS Esingen die zweite Chance nutzen. Am Sonnabend kommt es zum ersten Duell in der Westerrönfelder Heidesandhalle.

Es war, als hätte jemand direkt vor der Ziellinie eine Mauer aufgestellt. Im Saisonendspurt der Handball-SH-Liga lag die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD aussichtsreich vorn, um nach nur einem Jahr in die Oberliga zurückzukehren. Nur noch das eine Spiel gegen die HSG Tarp/Wanderup hätte gewonnen werden müssen. Doch Westerrönfeld verlor, rannte so mit voller Wucht gegen die besagte sinnbildliche Wand und musste dem TuS Lübeck die Meisterschaft und den direkten Aufstieg überlassen.

Das schmerzte, ist aber mittlerweile schon ausreichend lange her, sodass sich Trainer und Spieler der HSG wieder aufgerichtet haben, um einen neuen Anlauf zu nehmen. Weil in der Oberliga drei Aufsteiger Platz haben, dürfen die Zweitplatzierten der SH- und der Hamburg-Liga sich in zwei Entscheidungsspielen messen. Am Sonnabend geht es um 16.45 Uhr in der Westerrönfelder Heidesandhalle los. Dann kommt der TuS Esingen und diesmal soll und muss es klappen, das letzte Hindernis auf dem Weg in die Oberliga zu überwinden. Das zumindest ist der Plan aller HSG-Spieler und ihres Trainers Volker Paul. „Wir haben begriffen, dass das unsere zweite Chance ist, aufzusteigen. Und diese wollen wir nutzen“, stellt er klar.

Direkt nach der bedeutungsschweren Niederlage gegen Tarp war Paul eher als Psychologe denn als der Trainer gefragt. „Es hat die erste Woche gedauert, den Jungs klarzumachen, dass wir eine starke Saison gespielt haben und unser erstes Ziel erreicht haben. Allen ist jetzt klar, dass wir es selbst in der Hand haben, uns doch noch mit dem Aufstieg zu belohnen“, so Paul. Etwas länger als die HSG hatten die Esinger Zeit, sich geistig mit dem Aufstiegsspiel anzufreunden, denn es steht bereits seit Wochen fest, dass der TuS Zweiter werden würde. Deshalb geistern auch immer wieder Gerüchte bis an den Kanal, dass Esingen außer der starken Bundesliga-A-Jugend noch weitere Spieler verpflichtet haben könnte. „Ich halte von solchen Gerüchten gar nichts. Wir müssen in erster Linie unser eigenes Spiel spielen und uns um den Gegner nicht so viele Gedanken machen. Am wichtigsten ist, dass jeder, anders als gegen Tarp, seine individuelle Stärke abruft“, fordert Volker Paul, der sich per Videomaterial mit den Esingern beschäftigen konnte und feststellte, was alle guten Teams ausmacht: junge Mannschaft, gut ausgebildet, erfolgreiches Tempospiel und eine gute Abwehr.

Wichtiger ist für Paul, dass er auf fast alle eigenen Spieler zurückgreifen kann. Nur Thorsten Hartwig fehlt, außerdem die bereits länger Verletzten Dany Jüschke und Janek Fisch. „Wir wollen das Heimspiel so hoch wie möglich gewinnen, dennoch glaube ich aber, dass beide Spiele einzeln gesehen werden müssen und wir uns keinesfalls nur auf eines verlassen können“, so Paul, der gemeinsam mit seinem Team erneut Anlauf nimmt, um doch noch das Saisonziel zu erreichen.

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