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Handball, 3. Liga : Neue Ziele nach dem Vier-Punkte-Trip

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Handballerinnen der HSG Kropp-Tetenhusen eilen weiter von Sieg zu Sieg in der 3. Liga.

Von ihrem Trip in den Osten Deutschlands brachte die Mannschaft von Trainer Thomas Carstensen vier Punkte mit nach Hause. Der Aufsteiger bleibt damit auch nach acht Spieltagen ungeschlagen. Am Sonnabend schlug die HSG zunächst den Berliner TSC überraschend deutlich mit 31:21 (14:11). Sonntags ging es weiter mit Saisonsieg Nummer sechs beim Kellerkind Frankfurter HC. 26:18 (13:11) lautete das Endergebnis. „Meine Spielerinnen waren am Sonntag zwar etwas müde, aber sie haben es gut gelöst“, lobte Carstensen, dessen Team auf Platz zwei vorrückte.

Es ist beeindruckend, wie dominant der Aufsteiger vor allem in der Partie am Sonnabend auftrat – ja Aufsteiger, das vergessen viele angesichts der derzeitigen Kropper Übermacht gerne. Angeführt von der nimmermüden Kristin Machau (13 Tore) und Mittelfrau Lena Schulz übernahm die HSG von Beginn an das Zepter im Velodrom. Auch Svenja Pahl am Kreis machte eine tolle Partie. Die 6:0-Abwehr hielt die überforderten Gastgeberinnen im Zaum. Aus einer sicheren Defensive beschleunigte der Kropper Express von null auf Mach(au) zwei in drei Sekunden. Die Torjägerin trieb zusammen mit ihren Teamkameradinnen die zweite Welle zur Perfektion. Carstensen: „Unser Tempospiel sah richtig gut aus.“ Dass der Coach schon früh in der zweiten Halbzeit durchwechseln konnte, freute ihn besonders. So hat zumindest keine Spielerin den Wochenendtrip umsonst angetreten.

Die zweite Partie beim Frankfurter HC verlief in der ersten Hälfte wesentlich komplizierter aus Kropper Sicht. Die Gäste lagen lange Zeit zurück, konnten erst gegen Ende der ersten 30 Minuten in Führung gehen. Offensichtlich hatte die unruhige Nacht in ihrem Berliner Hostel, in dem angesichts des Mauerfall-Jubiläums Partystimmung herrschte, an den Kräften gezehrt. Die müden Beine mussten erst warm werden. In der zweiten Hälfte hatten die Frankfurterinnen dann nichts mehr zu melden. HSG-Torfrau Christiane Sacher vernagelte ihren Kasten. Vorne stachen Lena Schulz und Rechtsaußen Sarah-Lena Börnsen aus einer geschlossenen Teamleistung heraus.

Vom Klassenerhalt als Saisonziel spricht bei der HSG jetzt niemand mehr. Würde ohnehin keiner mehr ernst nehmen. Bleibt die Mannschaft von Verletzungen verschont, hat sie die Qualität, ganz oben anzugreifen. Im Klartext: Die Kropperinnen haben das Zeug, Meister zu werden. Ob ein Aufstieg in die eingleisige 2. Liga bei den Vereinsverantwortlichen eine Rolle spielt, scheint aufgrund der monetären Situation in Kropp schwierig zu sein. Schon der Aufstieg in die 3. Liga war ein finanzieller Kraftakt. Aus dem Umfeld ist jedoch zu hören, dass man zumindest Lust auf Bundesliga-Handball hätte. Thomas Carstensen hält angesichts des frühen Zeitpunkts wenig von solchen Überlegungen. Muss er auch nicht. Sein Job ist das Sportliche, alles weitere muss die Führung der Spielgemeinschaft und der Stammvereine regeln.

Berliner TSC – HSG Kropp-Tetenhusen 21:31 (11:14).

HSG Kropp-Tetenhusen: Lobstädt (1.- 30.), Sacher (ab 31.) – Pahl (4), Jörgensen (3), Seidel, Lübker, Maier (3), Schulz (3), Machau (13/5), Börnsen (1), Hansen (2/1), Ohm, Rohwer (2), Pauli.
Frankfurter HC – HSG Kropp-Tetenhusen 18:26 (11:13.

HSG Kropp-Tetenh.: Lobstädt (1.- 12.), Sacher (ab 12.) – Pahl, Jörgensen (4/3), Seidel, Lübker (1), Maier (4), Schulz (4), Machau (7), Börnsen (5), Hansen, Ohm (1), Rohwer, Pauli.

 

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