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Rendsburg und Osterrönfeld : Neue Schwebefähre wird kein China-Produkt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Kanalverwaltung gibt erste Einzelheiten aus dem laufenden Ausschreibungsverfahren preis.

shz.de von
erstellt am 23.Aug.2017 | 10:41 Uhr

Die Kanalverwaltung ist im Ausschreibungsverfahren zum Bau einer neuen Schwebefähre einen Schritt weiter. Bis vor wenigen Tagen konnten Firmen auf die bundesweit verbreitete Offerte des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau (WSA) reagieren und ihr Interesse bekunden. Am 17. August schloss sich das erste Zeitfenster auf dem langen Weg bis zur verbindlichen Vergabe des Millionenauftrags. Ergebnis? „Mehrere Firmen haben sich angeboten, die neue Schwebefähre bauen zu wollen“, sagte Behördensprecher Matthias Visser auf Nachfrage der Landeszeitung. „Die Bewerber kommen sowohl aus der Region, wie aus ganz Deutschland und auch aus dem benachbarten Ausland.“

Die Schwebefähre ist eine wichtige Verbindung zur Überquerung des Nord-Ostsee-Kanals und ein historisches Wahrzeichen. Die Fähre wurde bei dem Unfall am 8. Januar 2016 so stark beschädigt, dass sie nicht mehr einsatzbereit war.

Weitere Details über die Unternehmen nannte der Sprecher auch auf Nachfrage nicht. Fest steht jetzt zumindest, dass die neue Schwebefähre nicht etwa in China gefertigt wird, sondern in Deutschland oder in einem der Nachbarländer mit Erfahrung im Schiffbau. Die Ergebnisse des nun abgeschlossenen Wettbewerbs werde man auswerten, um geeignete Bewerber auszuwählen, führte Visser aus. Danach werden die Verantwortlichen der Unternehmen zu Einzelgesprächen in die Behörde eingeladen, um die Vertrags- und Preisgestaltung auszuloten.

Visser weiter: „Erfahrungsgemäß wird für eine derartige Verhandlung eine Dauer von etwa sechs bis neun Monaten zu veranschlagen sein.“ Dieser Zeitraum, so der Sprecher, beinhalte zum einen die Erarbeitung der Entwurfsplanung des Neubaus durch die zuvor ausgewählten Unternehmer als auch die Feinabstimmung mit der Kanalverwaltung Kiel-Holtenau als Bauherren. „Wie lange verhandelt werden muss, kann auf den Tag genau nicht gesagt werden, denn das hängt ganz wesentlich vom Wissen und Können der Firma ab, die die Schwebefähre neu planen und bauen will.“ Abstimmungen mit dem Landesamt für Denkmalpflege und der zuständigen Unteren Denkmalschutzbehörde des Kreises Rendsburg-Eckernförde müssten ebenso gemacht werden. Nach dem Wunsch der Denkmalpflege muss die „Anmutung der Schwebefähre“ (Abmessungen, filigrane Konstruktion) erhalten bleiben.

Auf einen Zeitpunkt der Inbetriebnahme der neuen Schwebefähre will sich das Kanalamt nicht festlegen. Ziel sei aber, so Visser, das Projekt „im Jahre 2019 zu einem Ende zu führen“. Das WSA wolle den Schwebefährenbetrieb so früh wie möglich wieder aufnehmen.

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