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Basketball : Neue Rolle für die Twisters: Außenseiter statt Favorit

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Am Freitag startet der BBC Rendsburg mit dem Spiel beim VfL Stade in seine erste Saison in der 1. Basketball-Regionalliga. Dann geht es für die Mannschaft von Trainer Bjarne Homfeldt um nichts anderes als den Klassenerhalt.

Der Countdown läuft. Am Freitag zur Primetime um 20.15 Uhr beginnt in Stade das „Abenteuer 1. Regionalliga“ für die Rendsburg Twisters. Beim heimischen VfL starten die Basketballer in ihre Premierensaison in dieser Spielklasse.

Dann geht es für die Mannschaft um nichts anderes als den Klassenerhalt. „Wir gehören zu den Außenseitern in dieser Liga. Das ist ganz klar“, sagt Trainer Bjarne Homfeldt deutlich. Sein Team muss sich fortan in einer neuen Rolle zurechtfinden. Im Vorjahr waren sie der Topfavorit und dominierten die 2. Regionalliga nach Belieben. Als Aufsteiger geht es zunächst einmal darum, sich Respekt bei den Gegnern zu verschaffen. „Der Sprung ist riesengroß“, so Homfeldt. Sein Team sei von der vermeintlich schwächsten zweiten in die wohl stärkste erste Regionalliga Deutschlands aufgestiegen. „Das wird für meine Spieler die Herausforderung ihres Basketball-Lebens“, glaubt der Coach. Seiner Ansicht nach ist es eine, die seine Mannschaft erfolgreich bewältigen kann.

Basis für den Verbleib in der Klasse sollen die Heimspiele sein. „In eigener Halle können wir jeden Gegner schlagen.“ Die Unterstützung der frenetischen Fans der Twisters sei wichtig. Aber auch die Rolle der Zuschauer werde sich verändern, so Homfeldt. In der Vergangenheit ging es auch darum, dem Gegner bereits vor dem Anwurf Respekt einzuflößen. „Zukünftig wird das nicht so ausschlaggebend sein. Alle Mannschaften kennen hitzige Atmosphären und wissen, wie man damit umgeht“, erklärt der Rendsburger Trainer. Nun gehe es darum, die eigenen Spieler zu pushen. Die Anfeuerung wird nötig sein, denn sportlich kommen andere Kaliber auf die Rendsburger Korbjäger zu. „Jeder Einzelne muss sich steigern. Die Spiele werden viel physischer werden und die Gegner weitaus athletischer sein.“

Nicht nur aus diesem Grund hat Homfeldt bei der Zusammenstellung des Kaders den Fokus auf körperlich starke Akteure gelegt. Als Paradebeispiel für diese Transferpolitik gilt der Kanadier Eric Kibi – ein echtes Kraftpaket. Auch Alexander Schlemmer misst über zwei Meter und selbst Aufbauspieler Peter Marcic (Slowenien) ist physisch präsent. Auf ihn und Kibi wird es besonders ankommen. „Sie müssen die Führung auf dem Feld übernehmen“, erklärt Homfeldt. Vergleiche mit Marcic’ Vorgänger Devon Atkinson verbieten sich beinahe. „Devon brauchte immer den Ball, um seine Mitspieler in Szene zu setzen.“ Marcic sei in dieser Hinsicht ein anderer Typ. „Unser Aufbauspiel wird sich auf mehrere Schultern verteilen müssen“, weiß der Twisters-Coach. Zudem wird das Spiel insgesamt flexibler werden. Weil alle Spieler gefilmt und die Aufnahmen den Trainern zur Videoanalyse bereitgestellt werden, sind Überraschungseffekte kaum mehr möglich. „Nichts ist mehr geheim. Die Gegner kennen zukünftig jeden Spielzug von uns. Wir natürlich auch von ihnen“, sagt Homfeldt.

Morgen endet die Vorbereitung, die nach Ansicht Homfeldts nicht unbedingt optimal verlief. Das Training auf dem neuen Großfeld war kaum möglich, weil die Herderhalle erst seit wenigen Tagen entsprechend umgerüstet ist. Zudem musste der Trainer immer wieder auf Spieler wegen Krankheiten oder Verletzungen verzichten. „Wir hinken unserem Plan mindestens eine Woche hinterher. Es wird ein schwieriger Start werden“, sagt Homfeldt. Dennoch brennen die Rendsburger auf den Auftakt beim VfL Stade – ein Team, das Homfeldt zum erweiterten Kreis der Titelanwärter zählt. Die Twisters werden also schnell erfahren, was auf sie zukommen wird bei der größten Herausforderung ihres Basketball-Lebens.

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