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Glückliches Ende : Neue Nistkästen aus dem Gefängnis

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nach einem LZ-Artikel über Diebstahl von Vogelhäusern gab es zahlreiche Hilfsangebote und eine Spende aus der JVA Kiel. Die Räuber brachten acht Nisthilfen zurück.

Dreister Diebstahl mit glücklichem Ende: Der Bericht in der Landeszeitung über dem Klau von 13 Nistkästen auf einer Streuobstwiese in der Straße Kortenfohr löste eine Welle der Hilfsbereitschaft aus. Zwei Spenden gingen bei Ernst Petersen, Vorsitzender der Naturfreunde Deutschland, Ortsgruppe Büdelsdorf, ein. Ein Leser bot Unterstützung bei der Suche an. Von den Dieben fehlt immer noch jede Spur. Allerdings brachten sie Anfang Februar acht gestohlene Nisthilfen auf die Wiese zurück.

„Der Artikel vom 21. Januar hat viel Aufmerksamkeit erregt. Ich habe viel Zuspruch erhalten“, sagte Petersen, dessen Verein die Vogelhäuser vor 14 Jahren anbrachte. Das erste Angebot ließ nach dem Bericht nicht lange auf sich warten. Ein Vereinsmitglied rief vormittags an und sagte zu, fünf Kästen zu spenden. Petersen berichtet von einem weiteren hilfsbereiten Leser. Als regelmäßiger Flohmarktgänger erklärte der sich bereit, bei seinen Rundgängen auf den Trödelmärkten nach den Seriennummern der gestohlenen Kästen Ausschau zu halten. Petersen freute sich über die Anteilnahme, musste aber ablehnen: „Unsere Nistkästen sind nicht nummeriert.“

Die Unterstützung reichte weit über die Büdelsdorfer Stadtgrenze hinaus. Aus Kiel erreichte Petersen eine Mail von Erik Kammholz, Leiter des vollzüglichen Arbeitswesens der Justizvollzugsanstalt. „Ich habe den Artikel gelesen und war irritiert, dass jemand Nistkästen klaut.“ Er sagte eine Spende von 13 neuen zu. Diese hatten sieben Häftlinge im Rahmen des Projekts „Arbeit statt Strafe“ gebaut. In diesem Programm können Gefängnis-Insassen ihre Haftzeit durch gemeinnützige Arbeit verkürzen. Zum Dank revanchiert sich Petersen ebenfalls mit einer Spende: „Ich schenke der JVA Holz, damit sie weitere Kästen bauen können.“

Neben den 18 neuen Häuschen können die Naturfreunde acht alte aufhängen. Ein Anwohner hatte am 5. Februar die Nisthilfen am Ort des Diebstahls gefunden und die Polizei informiert. „Wir haben keine Hinweise auf die Täter“, sagte Frank Pallentin, Leiter der Polizeistation Büdelsdorf. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Nicht alle Kästen können erneut auf der Streuobstwiese aufgehangen werden. Ein Abstand von 15 Meter zwischen den Nisthilfen ist sinnvoll. „Auch Vögel haben zu Hause gern ihre Ruhe“, sagte Petersen. Deswegen können am 22. Februar am ursprünglichen Ort nur 13 Häuschen angebracht werden. Die übrigen werden beim Vereinshaus im Treidelweg aufgestellt und bieten dort Blau-und Kohlmeisen einen Unterschlupf.

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erstellt am 14.Feb.2014 | 06:00 Uhr

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