Pläne : Neue Kiesgrube in Brekendorf?

Vorhaben vorgestellt: Auf einer weiteren Fläche von rund 4,3 Hektar an der Autobahn soll in Brekendorf Kies abgebaut werden.
Vorhaben vorgestellt: Auf einer weiteren Fläche von rund 4,3 Hektar an der Autobahn soll in Brekendorf Kies abgebaut werden.

Gemeinde liegt neuer Antrag für Rohstoff-Abbau vor. Gebiet befindet sich auf dafür vorgesehener Fläche. Machbarkeitsstudie für Markttreff.

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21. August 2018, 12:56 Uhr

Brekendorf | Eine neue Kiesgrube steht der Gemeinde Brekendorf ins Haus. Allerdings kein „Neuland“, wie Bürgermeister Gerhard Guthardt in der Gemeinderatssitzung mitteilte, sondern innerhalb der für den Kiesabbau vorgesehenen Fläche. Ein nervenaufreibendes Verfahren, wie zuletzt im Genehmigungsverfahren für den Kiesabbau im Nielander Weg, wird es also nicht geben. Diplom-Ingenieur Thomas Hinrichs vom Busdorfer Büro Springer sowie Kieswerkechef Wolfgang Jans aus Selk stellten der Gemeinde ihre Pläne vor.

Vor der Präsentation machte Bürgermeister Guthardt aber auch seinen Unmut gegenüber dem Kreis Rendsburg-Eckernförde. So hätte die Gemeinde die Unterlagen für das Vorhaben erst mit Verspätung erhalten, letztlich hätte die Gemeinde dadurch nur vier Wochen Zeit, eine Stellungnahme abzugeben. „Die Unterlagen erreichten die Amtsverwaltung in der Urlaubszeit“, kritisierte Guthardt den unglücklichen Zeitpunkt. Am 27. August muss die Gemeinde nun abschließend entscheiden.

Geplant ist der Kiesabbau auf einer rund 4,3 Hektar großen an der Autobahn gelegenen Fläche. Derzeit wird diese als Acker genutzt. Ringsherum werde aber bereits Kiesabbau betrieben. Wie Hinrich mitteilte, werde der Kies im Nassabbau-Verfahren gewonnen, maximale Tiefe: 13 Meter. Dabei wird das Mineral unterhalb des Grundwasserspiegels aus dem Wasser gewonnen. Der Abstand der Fläche zur Autobahn beträgt 40 Meter. Die Grube wird zur Fahrbahn bei Abbaubeginn durch einen zwei Meter honen Knick abgetrennt. Die Zuwegung soll über ein eigenes Kiesabbau-Gelände der Firma Jans erfolgen. Dadurch sei auch die erforderliche Infrastruktur vorhanden, betonte der Planer.

Nach Ende des Kiesabbaus entsteht aus der Grube ein See mit einer Fläche von etwa 2,8 Hektar. Auf Nachfrage sagte Thomas Hinrichs, dass eine Genehmigung fünf Jahre gelte, bis dahin müsse mit dem Kiesabbau begonnen werden.

Die Hoffnung, dass die Gemeinde neben dem Haus der Vereine und Verbände einen Markttreff errichtet, ist weiterhin vorhanden. Zwar ist eine Förderung des Landes für das von der Gemeinde favorisierte Modell, bei dem ein Investor das Gebäude samt Wohnbebauung errichtet, nicht förderfähig, ein Markttreff in Trägerschaft der Gemeinde könne aber realisiert werden. Der Markttreff wäre ein separates Gebäude neben der privat geplanten Wohnbebauung. Die Gemeindevertretung hat beschlossen, für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie eine Preisumfrage zu starten. Gleichzeitig die Ausschreibung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans auf den Weg zu bringen, wurde aber als zu früh erachtet. Um noch Gespräche zu führen, soll erst am 27. August darüber beraten werden.

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