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Innenstadt : Neue Impulse für die Nienstadtstraße

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Coburg’sche Buchhandlung nach wie vor geöffnet. Belebung des Gebietes durch Neuansiedlungen von Geschäften.

shz.de von
erstellt am 27.Jan.2014 | 12:26 Uhr

Die Gerüchteküche brodelt: Seit November ist Barbara Priese gefühlt 500-mal gefragt worden, wann ihre Coburg’sche Buchhandlung in der Nienstadtstraße schließt. Doch damit nicht genug. In den neuesten Erzählungen ist ihr Laden bereits dicht. Barbara Priese stellt jedoch klar: „Wir werden nicht schließen und bleiben Rendsburg erhalten.“ Diese positive Einstellung teilt sie mit zahlreichen Inhabern rund um die Nienstadtstraße. Denn im totgesagten Gebiet siedeln sich neue Geschäfte an.

Gerade wegen der erfreulichen Entwicklung kann Priese die Gerüchte nicht nachvollziehen. Sie bereiten ihr schlaflose Nächte. Nachfragen von Kunden am Telefon und im Geschäft sind an der Tagesordnung. Sogar sonntags in der Kirche spricht man sie auf die vermeintliche Schließung an. Mittlerweile sorgt sie sich sehr, denn „wenn man einmal im Gerede ist, ist es schwer, sich zu befreien.“ Als Ursache für die Gerüchte hat Prise die zahlreichen Schließungen in der Nienstadtstraße und im Stegen ausgemacht (wir berichteten). „Es ist zwar dunkler um uns herum geworden, aber es tut sich auch vieles in unserem Gebiet.“ Die Ecke Stegen/Nienstadtstraße sei nicht tot.

Auch Birte Höft glaubt an die Nienstadtstraße. „Die Häuser hier haben unheimlich viel Geschichte“, sagt die Geschäftsfrau, die im Haus Nummer 6 einen Secondhandladen betreibt. Ihr gefällt die Lage so gut, dass sie das Gebäude in der Nienstadtstraße 22 gekauft hat. Ab April wird sie dort ihr Modegeschäft führen. In das bisher leerstehende Haus Nummer 5 zieht am 1. Februar ein Ofenbauer ein.

Nach der Schließung des Café Krafts dürften sich die Rendsburger besonders über den Neubau auf dem Gelände des alten Ladewig-Hauses freuen. Bis zum Frühsommer entstehen ein neues Café und ein Geschäft. Dessen Inhaberin Cristina Obersteller, ebenfalls eine überzeugte Nienstadtstraßen-Anliegerin, zieht mit ihrer Boutique „Si Drei“ dort ein: „Ich wollte unbedingt mein eigenes Haus haben und ich freue mich auf den Einzug.“ Neben den Neueröffnungen bekräftigen Rendsburger Traditionsgeschäfte ihre Treue zum Standort. Weder Kai Hagge vom „Schuhhaus Hagge“ noch Peter Freytag von „Leder Freytag“ wollen in absehbarer Zeit ihre Geschäfte schließen.

Barbara Priese und ihre Tochter, Geschäftsführerin Katrin Murmann, wollen die vor 151 Jahren gegründete Buchhandlung noch lange behalten. „Die Arbeit bringt jeden Tag Spaß. Und wir wollen die Innenstadt am Leben erhalten.“

 

 

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